Sprache
Dante und die erste Reflexion über die Volkssprache
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Zusatztext
Zu einer Zeit, in der Latein das Idiom der intellektuellen und religiösen Kommunikation war, machte sich Dante auf die Suche nach einer Kultursprache, die dem Lateinischen in der literarischen Verwendung in nichts nachstehen sollte. Um dies zu tun, überprüfte er die verschiedenen italienischen Volkssprachen und stellte fest, dass keine dieser lokalen Sprachen die notwendigen Voraussetzungen hatte, um die gemeinsame Literatursprache zu werden. Er schlug daher das volgare illustre vor, eine ideale überregionale Volkssprache.Dantes Modernität besteht in der Intuition, bereits im 14. Jahrhundert, dass es jenseits der politischen und sprachlichen Fragmentierung der Zeit eine gemeinsame Dimension gibt, die gerade durch die literarische Sprache konstituiert wird.Das Traktat De vulgari eloquentia und die darin ausgearbeiteten Ideen, die an Berühmtheit von der Commedia übertroffen wurden, erfuhren keine unmittelbare Verbreitung, wurden aber zwei Jahrhunderte später wiederentdeckt und den Intellektuellen bekannt gemacht, die sich mit der Frage der Sprache beschäftigten.<p>Zu einer Zeit, in der Latein das Idiom der intellektuellen und religiösen Kommunikation war, machte sich Dante auf die Suche nach einer Kultursprache, die dem Lateinischen in der literarischen Verwendung in nichts nachstehen sollte. Um dies zu tun, überprüfte er die verschiedenen italienischen Volkssprachen und stellte fest, dass keine dieser lokalen Sprachen die notwendigen Voraussetzungen hatte, um die gemeinsame Literatursprache zu werden. Er schlug daher das volgare illustre vor, eine ideale überregionale Volkssprache.</p><p>Dantes Modernität besteht in der Intuition, bereits im 14. Jahrhundert, dass es jenseits der politischen und sprachlichen Fragmentierung der Zeit eine gemeinsame Dimension gibt, die gerade durch die literarische Sprache konstituiert wird.</p><p>Das Traktat De vulgari eloquentia und die darin ausgearbeiteten Ideen, die an Berühmtheit von der Commedia übertroffen wurden, erfuhren keine unmittelbare Verbreitung, wurden aber zwei Jahrhunderte später wiederentdeckt und den Intellektuellen bekannt gemacht, die sich mit der Frage der Sprache beschäftigten.</p>
Autorenportrait
Paolo Di Vico (Neapel, 1963), absolvierte das Orientalische Universitätsinstitut in Neapel und spezialisierte sich auf die Lehre der italienischen Sprache und Kultur an der Universität Cà Foscari in Venedig. Derzeit arbeitet er am Lehrstuhl für Romanistik an der Universität Konstantin des Philosophen in Nitra (Slowakei).
Weitere Details
Erschienen: 23.06.2021
Umfang: 168 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.1 x 22 x 15 cm
ISBN/EAN: 9786203800517
Umbreit-Nr.: 2688257
