Sozialer Wandel in Haushalts- und Familienstrukturen
Die Stadt und Pfarre Gmünd/Niederösterreich von 1801 bis 2011
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Zusatztext
Folgt man U. Beck, so ist ein Prozess der Individualisierung im Gange - weg von traditionalen Bindungen hin zu ökonomischen Zwängen. Hat sich dieser Prozess gleichläufig mit der Industrialisierung entwickelt? Für einen Zeitvergleich wurden historische Haushaltsinformationen (1801-1811) der Pfarre Gmünd in Niederösterreich mittels einer relationalen Datenbank verarbeitet und mit den Daten der amtlichen Statistik in Beziehung gesetzt. Dadurch waren Aussagen zu Familien- und Haushaltsstruktur, Heiratsverhalten und Geburten möglich, die über die bisherigen Analysen hinausgehen. In einem Prozess der kulturellen Phasenverschiebung (W. F. Ogburn) hatte sich das Heiratsverhalten allmählich geändert. War es früher der Tod, der rasche Wiederverheiratungen für die familiale Strukturerhaltung (T. Parsons) notwendig machte, so sind es heute vorwiegend die Integrationsprozesse nach einer Neuzusammensetzung der Familie, die in den Mittelpunkt des Interesses soziologischer Forschung gerückt sind.
Autorenportrait
Christian Hummer, (geb. 1976), Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Soziologie, 2003), arbeitete an der Universität Wien, danach bei Statistik Österreich; seit 2010 als amtlicher Statistiker beim Land Niederösterreich beschäftigt; unterrichtet seit 2008 empirische Methoden an der Universität Wien; Promotion zum Dr. phil. 2017.
Weitere Details
Erschienen: 05.01.2019
Umfang: 244 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.5 x 22 x 15 cm
ISBN/EAN: 9786202323086
Umbreit-Nr.: 6213541
