Gesteigertes Leben
Moderne Tanzwelt in Hellerau-Laxenburg bei Wien (1925-39)
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Zusatztext
1925 übersiedelte die internationale Künstler:innenkolonie aus Hellerau bei Dresden ins Alte Schloss in Laxenburg bei Wien - Christine Baer-Frissell und Karl M. Baer, Emmy Ferand und Ernst Ferand sowie Valeria Kratina und Rosalia Chladek. Sie hatten das Ziel, die rhythmisch-musikalische Bildung, wie sie vor dem Ersten Weltkrieg europaweit vom in Wien geborenen Musiker und Rhythmus- Apologeten Émile Jaques-Dalcroze populär gemacht worden war, zu erneuern. Nicht die Musik sollte die körperlich-künstlerische Bewegung regeln, sondern die gestalterische individuelle Kraft des Einzelnen. Die dreijährige Tanzausbildung verband die tanzbezogenen Hauptfächer mit interdisziplinären Seminaren, vermittelt von spannenden Kräften wie Lilli Roubiczek, Oskar Strnad, Egon Wellesz u. a. Hellerau-Laxenburg zog Interessierte aus aller Welt an, darunter auch Samuel Beckett. Die NS-Diktatur schloss das private Unternehmen 1939. Zahlreiche jüdische Studierende und Lehrende wurden Opfer des Nationalsozialismus.
Weitere Details
Erschienen: 18.08.2026
Umfang: 512 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783990947029
Umbreit-Nr.: 1734001
