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Richard Wagner und Wien

Cover von Richard Wagner und Wien

Antisemitische Radikalisierung und das Entstehen des Wagnerismus

Hannes Heer/Christian Glanz/Oliver Rathkolb

Hollitzer Wissenschaftsverlag

39.90

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Vergriffen, Bestellung abgelegt

Zusatztext

Gezeigt wird die Person Richard Wagners als eine die Wiener Gesellschaft - siehe die Wagner-Vereine - magnetisch anziehende oder - siehe die Presse-Fehden - aufs äußerste abstoßende Figur. Das Ereignis von Wagners politischer Radikalisierung in Wien wird dabei als ein Amalgam unterschiedlichster Erfahrungen und Motive erklärt: wiederholte und bitter erlebte Abweisung, ein auch der Durchsetzung seines Werks dienender Abgrenzungsfuror und zunehmend wahnhafte Untergangs- und Vernichtungsszenarien. Man begegnet den Gegenfiguren Eduard Hanslick, der in der Person Wagner auch konträre Konzepte von Musik und Ästhetik bekämpfte und Gustav Mahler, der Wagners Werke kongenial verstanden und aufgeführt und zugleich dessen bösen Spott in den "Judenkarikaturen" mit den eigenen Symphonien musikalisch beantwortet hat. Aufgerufen wird auch die Erinnerung an den von Georg von Schönerer begründeten österreichischen "Deutschnationalismus", der auch viele sich als Deutsche fühlende Juden angezogen und dann ausgestoßen hat und der nach Wagners Tod zum festen Bestandteil des von Graz und Wien getragenen Wagnerismus wurde. Beiträge von Carolin Bahr - Barbara Boisits - Sven Fritz - Wolfgang Fuhrmann - Werner Hanak-Lettner - Hannes Heer - Hans-Joachim Hinrichsen - Clemens Höslinger - Richard Klein - Malou Löffelhardt - Oliver Rathkolb - Gerhard Scheit - Fritz Trümpi - Michael Wladika

Autorenportrait

Hannes Heer studierte Geschichte und Literatur und machte 1968 das Staatsexamen, erhielt jedoch wegen seiner Aktivität im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) keine Zulassung zum Schuldienst. Nach einem Studium der Volkswirtschaft arbeitete er als Rundfunkautor, als Lehrbeauftragter und Forscher an der Uni Bremen, als Dramaturg und Regisseur in Hamburg und Köln sowie als Dokumentarfilmer für ARD und ZDF. Im Hamburger Institut für Sozialforschung leitete er 1993 bis 2000 das Ausstellungsprojekt 'Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944', für das er 1997 die Carl-von-Ossietzky-Medaille erhielt. Er war in Hamburg Co-Kurator der Ausstellung 'Viermal Leben. Jüdisches Schicksal in Blankenese' und ist seit 2006 Kurator der Ausstellung 'Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der 'Juden' aus der Oper 1933 bis 1945', die in der Staatsoper Hamburg sowie den Staatstheatern Stuttgart, Darmstadt und Dresden gezeigt wurde. 2012 bei den Bayreuther Festspielen eröffnet, steht diese Ausstellung seit 2015 als Dauerinstallation auf dem Festspielhügel. Heer lebt als Publizist und Ausstellungsmacher in Hamburg. Christian Glanz: Geboren 1960 in Bruck an der Mur. Studium (Musikwissenschaft, Geschichte) in Graz, Sponsion 1985, Promotion 1988. Habilitation im Fach Historische Musikwissenschaft 2007. Dzt. ao. Univ.-Prof. am Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Forschungsschwerpunkte: Musik und Politik, Aspekte der österreichischen Popularmusikgeschichte, Hanns Eisler, Gustav Mahler. Oliver Rathkolb

Weitere Details

Erschienen: 30.07.2017

Umfang: 368 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 2.7 x 23.5 x 17 cm

ISBN/EAN: 9783990123065

Umbreit-Nr.: 8610347

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