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Ein Ort namens Kumait

Cover von Ein Ort namens Kumait

Roman

Wali, Najem

Secession Verlag

25.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Am Vorabend des iranisch-irakischen Krieges, im Spätsommer 1980, bricht der dreißigjährige Salih Sultan, Geschichtslehrer und Dichter, aus seiner Ehe mit einer ehemaligen kommunistischen Aktivistin aus und verlässt Bagdad, um einer Inhaftierung zu entgehen. Er hofft, in Kumait, gelegen im südlichen Irak, ein neues Leben beginnen zu können. Es sind die schönen Kindheitserinnerungen an seine Großmutter Matinrad, die dort immer noch lebt und ihren Lebensunterhalt als Abaya-Macherin verdient, die ihn leiten. Gleichwohl er nicht der Baath-Partei beigetreten ist, hat er ein Gelöbnis unterschrieben und die feste Absicht, sich auf dem Lande von allem Politischen fernzuhalten. Kumait jedoch ist kein idyllisches ländliches Refugium mehr, sondern ein Mini-Polizeistaat. Als er sich in die schöne, neunzehnjährige Studentin Majda verliebt, deren Bruder Rad zu den Kommunisten übergelaufen ist, beginnt sein gefährlicher Weg als Gegenspieler des in Kumait tyrannisch herrschenden Isam Mahud, der Majda ebenfalls begehrt. Die junge Frau fühlt sich zu beiden Männern hingezogen: Zu Salih, weil er verletzlich, sensibel, gebildet und melancholisch ist. Zu Isam, weil er eine interessante Herausforderung für sie darstellt. Diese tragische Liebesgeschichte, verfasst zwischen 1987 und 89 - und erstmals 1997 auf Arabisch veröffentlicht -, ist sowohl eine zärtliche Beschwörung des irakischen Lebens vor der amerikanischen Invasion als auch eine mit den Mitteln der Literatur erhobene Anklage gegen die Herrschaft von Diktatoren

Weitere Details

Erschienen: 16.03.2026

Umfang: 224 S., 220 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783966391344

Umbreit-Nr.: 6357856

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