Poesie und Horror
Die Filme von Osgood Perkins
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Zusatztext
Osgood Perkins wird oft in einem Atemzug mit Ari Aster (Hereditary) und Robert Eggers (The Witch) genannt - jenen Filmemachern, die dem Art-Horror zu einer neuen Blüte verholfen haben. Doch während Aster eine tiefsitzende Angst sowohl bei den Protagonisten als auch beim Publikum benennt und bewusst macht und Eggers gleich einem Historiker ein geradezu archaisches Zeitkolorit konstruiert, geht Perkins einen dritten Weg: Er dichtet. Seine Filme - von The Blackcoat's Daughter (2015) über Longlegs (2024) bis Keeper (2025) - folgen mehr einer lyrischen, als einer dramaturgischen Logik: Stimmung, Suggestion, Stille statt Erklärung. Woher rührt diese Eigenart? Wie wird persönlicher Verlust zur Filmsprache? Und warum ist ausgerechnet das Horrorgenre der Ort, an dem Poesie und Trauer zusammenfinden? Erstmals wird das Gesamtwerk des Sohnes von Psycho-Legende Anthony Perkins einer umfassenden Analyse unterzogen. Gmelch zeigt, wie Poesie darin nicht als Schmuck, sondern als Strukturprinzip fungiert: eine alternative Grammatik des Horrors. Die Untersuchung verbindet Biografie, Filmanalyse und Genre-Theorie und porträtiert einen Filmemacher, der mit seinem Werk die Grenzen dessen verschiebt, was Horror sein kann.
Weitere Details
Erschienen: 15.10.2026
Umfang: 250 S.
Sprache: Deutsch
Einband: EBR
ISBN/EAN: 9783963174551
Umbreit-Nr.: 1699360
