'Der Wolkenraser'/'Ostfrauen und der Westen'
Roman/lebensgeschichtliche Porträts, 2 Bde
€48.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Erscheint nicht laut Verlag
Zusatztext
Band 1: Der Wolkenraser: Kurzfassung: Paula sucht nach Ordnung in dieser unruhigen Welt. Mangels anderer Gelegenheiten beginnt sie mit ihrer Bibliothek. Zwischen den Bänden, die Erinnerungen an Kindheit und Jugend in der DDR hervorrufen, stößt sie auf einen Bauplan - einen 'Cloudbuster', jenen Regenmacher, dessen Konstruktion auf den Psychoanalytiker Wilhelm Reich zurückgeht. Der Legende nach verbindet er die Einflussnahme auf das Wetter mit der Beeinflussung der menschlichen Psyche. Die von Dürren geplagte Welt im Jahr 2035 braucht dringend einen solchen Wolkenraser und so beschließt Paula, den Plan Wirklichkeit werden zu lassen. Für seine technische Realisierung benötigt sie allerdings Verbündete. Die findet Paula in einer Freundin aus früheren Zeiten, Carla, mit der sie sich über die Zeit nach der Wende, über Liebesverhältnisse und die Sorge um den Planeten austauschen kann. Erst eine Reise nach Westafrika, zwei Torhüter und eine Autowerkstatt helfen schließlich dabei, eine Lösung für den Bau des Instruments zu finden. Band 2: In den letzten Jahren ist die Debatte um abweichende, zum Teil auch gegensätzliche Einstellungen, Wertemuster und Verhaltensweisen in Ost und West erneut aufgeflammt. Bislang werden Unterschiede vor allem am Wahlverhalten und am Parteienspektrum festgemacht. Wer sich jahrzehntelang im Wesentlichen durch Stereotype repräsentiert sieht, kapselt sich allerdings auch gerne mal ab. Kaum jemand fragt bislang nach den individuellen Biografien, die nicht nur von der Zeitenwende 1989 geprägt wurden, sondern vor allem auch von den Ereignissen danach. Wie sehr wird das Selbstverständnis von Ostfrauen geprägt von der narrativen Überlieferung oder der medialen Wahrnehmung? Welche Rolle spielt die Sozialisation? Hartnäckig hält sich zudem die Ansicht, die Wiedervereinigung habe den ostdeutschen Frauen mehr Nachteile als Vorteile gebracht. Vor diesem Hintergrund arbeitet der Interviewband Gemeinsamkeiten und Unterschiede individueller Entwicklungsverläufe heraus. Dabei ist die Spannweite groß. Sie reicht von den Erzählungen der Ausgewiesenen und Ausgereisten über lokal fest verwurzelte Lebensläufe bis hin zu denjenigen, die inzwischen über Lebenserfahrung in beiden Systemen verfügen. Deutlich wird, dass der Einfluss von Geburts- und Wohnort noch bei den nachfolgenden Generationen erhalten bleibt. Kurzfassung: Debatten über Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen sind jüngst erneut aufgeflammt und betrachten vor allem das Wahlverhalten. Wer sich jahrzehntelang im Wesentlichen durch Stereotype repräsentiert sieht, kapselt sich allerdings auch gerne mal ab. Kaum jemand fragt nach den Biografien ganz normaler Menschen im Osten, die nicht nur von der Zeitenwende 1989 geprägt wurden, sondern vor allem auch von den Ereignissen danach. In Interviews hat die Autorin Eva-Maria Siegel mit 15 Ostfrauen über ihre Lebenswege zwischen Ost und West gesprochen. Gelungen sind ihr eindringliche Porträts, die Sichtbarkeit schaffen für bislang Unerzähltes. So entsteht ein vielschichtiges Panorama, das von den Erzählungen der Ausgewiesenen und Ausgereisten über fest verwurzelte Ost-Lebensläufe bis zu denjenigen reicht, die über Erfahrung in beiden Systemen verfügen. Deutlich wird: Der Einfluss von Geburts- und Wohnumfeld bleibt bis in die Gegenwart erhalten.
Weitere Details
Erschienen: 15.10.2025
Umfang: 520 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783963174322
Umbreit-Nr.: 6466128
