Vergangenheitsabwehr
Adenauers Staatssekretär Hans Globke, der BND und der Eichmann-Prozess
€50.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, Bestellung ist vorgemerkt
Zusatztext
Störfall Eichmann: Bonn und die Jerusalem-Operation des BND Konrad Adenauer sah im Eichmann-Prozess eine Bedrohung für das Ansehen der Bundesrepublik, wo viele Funktionseliten des NS-Staats wieder Einfluss gewonnen hatten. Kanzleramtschef Hans Globke, der im Kernbereich der rassistischen Agenda aktiv gewesen war und sich nach 1945 zum heimlichen Widerstandskämpfer stilisierte, musste mögliche Enthüllungen am meisten fürchten. Also ließ er das Büro der Verteidigung vom BND unterwandern, der dann minutiös über die Verfassung des Judenmörders und die Strategie seines Anwalts berichtete, ja sie sogar beeinflusste. Der Autor zieht das Panorama einer Vergangenheit auf, der keineswegs mit 'Verdrängung', sondern mit aktiver Abwehr begegnet wurde.
Autorenportrait
Klaus-Dietmar Henke, Jahrgang 1947, Zeithistoriker; 1979-1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte München, ab 1986 stv. Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte; 1992-1996 Abteilungsleiter Bildung und Forschung der Gauck-Behörde in Berlin; 1997-2012 Univ.-Prof. für Zeitgeschichte in Dresden, bis 2002 zugleich Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung; 2007-2021 Beiratsvorsitzender der Stiftung Berliner Mauer; 2011-2022 Sprecher der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des BND 1945-1968; zahlreiche Publikationen zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert.
Weitere Details
Erschienen: 16.09.2026
Umfang: 672 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783962892555
Umbreit-Nr.: 987554
