Fahnenfluchten in der DDR
Die Strafverfolgung desertierter NVA-Soldaten 1963-1989, Kommunismus und Gesellschaft 15
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Zusatztext
Desertionen in der Diktatur Die Nationale Volksarmee und insbesondere die Grenzsoldaten waren eine wichtige Stütze der SED-Herrschaft. Fahnenflucht wurde deshalb mit politischer Bedeutung aufgeladen und hart bestraft. Wie haben die Justizakteure das Delikt konstruiert? Welche Strafverfolgungspraktiken ergaben sich daraus? Welche Rolle spielten Teilöffentlichkeiten? Konstantin Neumann hat die Fälle von 1111 verurteilten Deserteuren statistisch analysiert. Anhand einer Stichprobe von 97 Personen wertet er Ermittlungs- und Überwachungsakten, staatliche Sachakten, Gesetzeskommentare, Memoiren und weitere Quellen aus und liefert so in einer empirisch gesättigten Fallstudie einen neuen Forschungsbeitrag zur DDR-Justiz. Band 15 der Reihe 'Kommunismus und Gesellschaft' In Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Autorenportrait
Konstantin Neumann studierte Geschichte, Publizistik/Kommunikationswissenschaft und Public History an der Freien Universität Berlin. Er war Mitarbeiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und ist seit 2025 als Historiker im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow beschäftigt.
Weitere Details
Erschienen: 14.07.2026
Umfang: 464 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783962892524
Umbreit-Nr.: 987561
