Blickpunkt Schule
Schlaglichter auf Mainzer Entwicklungen im Spiegel der Zeitgeschichte, Mainzer Geschichtsblätter 16
Hedwig Brüchert/Hans Berkessel
Nünnerich-Asmus Verlag & Media GmbH
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Zusatztext
Schulen sind ein unmittelbarer Spiegel des gesellschaftlichen und vor allem politischen Zeitgeschehens mit enormer Wirkung auf alle Lebensbereiche. Es lohnt sich also anhand zahlreicher Fragestellungen die strukturelle und personelle Entwicklung von Bildungsanstalten in der Geschichte der Stadt Mainz genauer zu betrachten. Was hieß es für ein Mädchen, im Frühjahr 1933 Abitur zu machen? Wie wurden Reformschulkonzepte in Mainz entwickelt und umgesetzt? Warum entstanden Realgymnasien neben den traditionellen humanistischen Gymnasien? Welchen Einfluss hatte ein von der NS-Ideologie überzeugter Lehrer auf seine Schüler? Warum lehnten die Rheinhessen 1947 die Schulartikel der rheinland-pfälzischen Verfassung ab? Die Beiträge in diesem Sammelband beantworten diese Fragen und zeigen beispielsweise, wie der Reformschulgedanke, beginnend mit fortschrittlichen Volksschullehrern im Kaiserreich und die Idee einer demokratischen Schule, auch in Mainz eine Blüte in den Jahren der Weimarer Republik erlebten, bevor sie 1933 in der Diktatur wieder erstickt wurden. Es dauerte bis in die 1970er Jahre, bis die Ideen von gleichen Bildungschancen für alle Kinder in der Debatte um die Gründung von Integrierten Gesamtschulen wieder aufgegriffen wurden.
Autorenportrait
Hedwig Brüchert, Dr. phil., war 1995-2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz, 1983 Mitgründerin und Vorsitzende des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V. (bis 2011), seit 2000 ehrenamtliche Mitwirkung am Aufbau des Stadthistorischen Museums Mainz.
Weitere Details
Erschienen: 29.11.2021
Umfang: 184 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1.6 x 21.7 x 15.3 cm
ISBN/EAN: 9783961761685
Umbreit-Nr.: 2372723
