Die Drei Kulturen und die spanische Identität
Ein Konflikt bei Américo Castro und in der spanischsprachigen Narrativik der Moderne, Siegener Forschungen zur romanischen Literatur- und Medienwissenschaft 26
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Zusatztext
Im vorliegenden Band geht es zunächst um die 1948 erschienene Schrift España en su historia - Cristianos, moros y judíos des spanischen Historikers und Philologen Américo Castro (1885-1972). Im Gegensatz zu den meisten Ansätzen werden die konfliktiven Seiten dieser Schrift in den Vordergrund gerückt und als eine Geschichte der Hybridität spanischer Identität, als Geschichte der Verlegung einer konfliktiven Konvivenz (convivencia) der drei Kulturen von Christen, Mauren und Juden ins Innere einer spanischen Identität gelesen. Im zweiten Teil wird eine Reihe moderner Texte untersucht, die vor, neben und vor allem in der Folge von Castro dieses Theorem verarbeiten: Texte von Pedro Antonio de Alarcón (1833-1891), Benito Pérez Galdós (1843-1920), Francisco Ayala (1906-2009), Juan Goytisolo (*1931) und Carlos Fuentes (1928-2012). Es wird gezeigt, dass die moderne Literatur einen Punkt der Produktivität an der von Castro ausgewiesenen Konfliktivität fokussiert und diese als grundlegenden und sinnhaften Prozess der Identitätsbildung und -veränderung ausweist, sodass die Trikulturalität als Aufgabe der spanischen Identität begriffen werden kann. Fabian Sevilla ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der LMU. Seine Dissertation entstand im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts Christen, Mauren und Juden - Erinnerungskultur und Identitätspolitik in der iberischen Moderne.
Weitere Details
Erschienen: 10.09.2014
Umfang: 372 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2 x 23 x 15 cm
ISBN/EAN: 9783958092600
Umbreit-Nr.: 7172837
