Edgar Michaelis
Arzt und Seelsorger, Jüdische Miniaturen 146, Herausgegeben von Hermann Simon
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Zusatztext
Edgar Michaelis (1890-1967) wächst in einer liberalen jüdischen Familie des Berliner Bürgertums auf. Seine persönlichen Vorbilder findet er in dem Arzt C. G. Carus und in J. W. von Goethe. Als Nervenarzt und Psychotherapeut setzt er sich in Zeitungskritiken und Vorträgen kritisch mit der Psychoanalyse Freuds auseinander. In seinem Hauptwerk Die Menschheitsproblematik der Freudschen Psychoanalyse von 1925 fordert er die Ergänzung der Psychoanalyse durch eine sich anschliessende ärztliche Seelsorge. Diese orientiert sich an den Ideen der Psychosynthese aus dem Kreis um C.G. Jung, Martin Buber, Hans Trüb und Alphonse Mäder. Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten geht er ins Schweizer Exil. Die Idee der Psychosynthese lebt in heutigen Integrativen Therapien weiter.
Autorenportrait
Julia Röseler, geboren 1972, ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Paar- und Familientherapeutin. Sie lebt und arbeitet seit 2003 in der Schweiz. Seit 2012 ist sie in ihrer eigenen Praxis in Winterthur tätig. Zwischen 2008 und 2012 schrieb sie ihre Doktorarbeit am Medizinhistorischen Institut Zürich unter der Betreuung von Prof. Iris Ritzmann und der Leitung von Prof. Flurin Condrau über Die Ärztliche Seelsorge nach Edgar Michaelis.
Weitere Details
Erschienen: 15.02.2014
Umfang: 72 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783955650353
Umbreit-Nr.: 6088506
