Zum Hauptinhalt springen
Umbreit Logo

Risiko Einsamkeit: Gesellschaftliche Bedingungen eines problematischen Gefühlszustands

Cover von Risiko Einsamkeit: Gesellschaftliche Bedingungen eines problematischen Gefühlszustands

eBook

Preuth, Yvonne

BACHELOR + MASTER PUBLISHING

14.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Einsamkeit wird häufig als Ausdruck sozialer Inkompetenz verstanden, die mit Gefühlen des Schams, des Unbehagens, des Wegblickens und Leugnens verbunden ist. Auch in den wissenschaftlichen Disziplinen ist dieser Turn-away-Effekt zu vernehmen, sodass Einsamkeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in den Sozialwissenschaften weitgehend ignoriert worden ist.Wie abhängig Individuen von einem sozialen Beziehungsgefüge sind, in dem sie Anerkennung finden und Unterstützung erfahren, zeigen die in der Geschichte wiederholt aufgetretenen Fälle von Wolfskindern oder mutwillig isolierten Kindern.Ob Psammetich - ein ägyptischer Pharao - oder Kaiser Friedrich II., immer wieder gab es Versuche, Kinder in völliger Isolation aufwachsen zu lassen ohne jegliche menschliche Nähe. Aus der Einsamkeit der Kinder resultierten neben großen Sprachdefiziten auch Bindungsunfähigkeit und geistige Fehlbildungen.Ein anderes Beispiel aus den Vereinigten Staaten zeigt, dass Frühgeborene im Brutkasten ihren durch Isolierung herbeigeführten, kognitiven Rückstand schneller durch physischen Kontakt aufholen. In der Tierwelt gibt es ähnliche Beobachtungen: Sobald es Neugeborenen an Berührung mangelt, fahren sie ihren Stoffwechsel zurück und hören auf zu wachsen.Einsamkeitserfahrungen, also die Ablehnung durch andere Menschen, entsprechen der Gefühlslage einer physischen Verletzung. Zu diesem Ergebnis sind die Wissenschaftler der Bowling Green State University in Ohio gekommen.Dass Einsamkeit eine besondere Aufmerksamkeit verdient, zeigt sich ebenfalls durch gesellschaftliche und innerfamiliäre Sanktionstechniken, die als Strafe den Entzug der Freiheit des Individuums einfordern. Einsamkeitsstrafen gehören sogar zu den zentralen Sozialtechniken.In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich zunächst mit dem Oberbegriff Emotionen auseinandersetzen, um schließlich auf die Einsamkeit im Speziellen zu kommen. Über eine historische Wandelbarkeit des Begriffs Einsamkeit kommt die Autorin zur Abgrenzung des Begriffs gegenüber dem Alleinsein und der Sozialen Isolation. Daran soll eine entsprechende Definition von Einsamkeit folgen und die begriffliche Verwendung im Englischen betrachtet werden. Abschließend wird auf die verschiedenen Arten der Einsamkeit eingegangen.

Weitere Details

Erschienen: 01.02.2015

Umfang: 50 S., 0.98 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783955497248

Umbreit-Nr.: 8151013

Der Umbreit-Newsletter

Jetzt anmelden und immer über Angebote, Neuigkeiten und Aktionen informiert bleiben.