Die frühen Slawen im Staatssozialismus
Witold Hensel, Joachim Herrmann und die Slawische Archäologie in der Volksrepublik Polen und der DDR, Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa
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Zusatztext
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die 'Slawische Archäologie', die Erforschung der frühgeschichtlichen und mittelalterlichen Slawen anhand materieller Quellen, zu einem wichtigen Forschungsfeld im mittleren und östlichen Europa. Dieser Band analysiert verflechtungsgeschichtlich-vergleichend die politische und ideologische Durchdringung dieser Forschungsrichtung. Im Fokus stehen die Volksrepublik Polen und die Deutsche Demokratische Republik, die nach 1945 als sozialistische Partner auftraten, deren Slawenforschung jedoch eine konfliktreiche Vorgeschichte besaß. Anhand der Lebenswege der führenden Archäologen Witold Hensel und Joachim Herrmann werden die Entwicklungen der Slawischen Archäologie unter staatssozialistischen Bedingungen und die Aushandlungsprozesse zwischen wissenschaftlichen und politischen Akteuren untersucht. Die Studie ist die erste umfassende biografisch angelegte Analyse zu Archäolog*innen aus der DDR und der Volksrepublik Polen und trägt zur Geschichte von Slawenrezeption und 'Slawenbildern' bei. Sie wurde mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des polnischen Botschafters unter der Schirmherrschaft der Polnischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.
Weitere Details
Erschienen: 05.11.2025
Umfang: 408 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.2 x 24.7 x 18 cm
ISBN/EAN: 9783954988877
Umbreit-Nr.: 7951854
