Internisten in Diktatur und junger Demokratie
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin 1933-1970
Forsbach, Ralf (PD Dr.)/Hofer, Hans-Georg (Prof. Dr.)
MWV - Medizinisch Wissenschaftliche
€19.95
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Beim Verlag bestellbar. Führen wir nicht bzw. nicht mehr
Zusatztext
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) ist eine der größten und traditionsreichsten Fachgesellschaften. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde auch sie Teil des Unrechtssystems. Viele als Juden Verfolgte sahen sich gezwungen, die DGIM zu verlassen. Der gewählte Vorsitzende Leopold Lichtwitz wurde 1933 durch den NS-Aktivisten Alfred Schittenhelm ersetzt. Einzelne Mitglieder leisteten gegen die NS-Diktatur Widerstand, allerdings ohne Unterstützung ihrer Fachgesellschaft. Das Buch zeichnet auf breiter Quellenbasis individuelle Schicksale ebenso nach wie die Nazifizierung der DGIM und deren Neukonstituierung nach 1945. In der jungen Bundesrepublik gelang es, frühere Nationalsozialisten und einst Verfolgte um den Preis des Verschweigens der Vergangenheit zu integrieren. Mit umstrittenen Reformideen, die mit der Jahreszahl 1968 in Verbindung stehen, deutete sich eine Bewusstseinsänderung an.
Weitere Details
Erschienen: 12.04.2018
Umfang: 471 S., 130 s/w Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.8 x 27.5 x 22.5 cm
ISBN/EAN: 9783954663736
Umbreit-Nr.: 3856240
