Rigaer Freiheit
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Zusatztext
Lettische Gegenwartsliteratur von ganz eigener Kraft - ein Roman über Glanz und Untergang einer Familie, über Kunst als Überlebensstrategie und die Schichten der Geschichte in alten europäischen Hauswänden. Riga, Ende 2002. Ein junger Kunststudent aus der Provinz zieht in das Haus seines Urgroßvaters auf der Freiheitschaussee. Der Bau, einst Zeugnis bürgerlichen Wohlstands, ist längst von der chaotischen Familie Traumurgs besetzt - versoffene Relikte der Sowjetzeit, die zwischen Ruinen und Rausch ihr Dasein fristen. Die Großmutter hütet den Kult um den verlorenen Glanz, während draußen Skinhead-Banden durch die Altstadt ziehen und Lettland sich auf den Beitritt zur EU vorbereitet. Zwischen eingefrorenen Wasserleitungen, nächtlichen Grotesken und erschütternden Familiengeheimnissen sucht der Protagonist seinen Platz. Mit seinem Freund Egregors, einem postmodernen Dichter, schreibt er ein Epos über Riga und gerät in gefährliche Konfrontationen mit nationalistischen Banden. Doch die größte Bedrohung lauert in der eigenen Vergangenheit: Wer war Bernards Vanags wirklich - und welche Wahrheit verbirgt sich hinter den Mauern der Freiheit? Svens Kuzmins erzählt mit scharfem Humor, poetischer Melancholie und ungeschönter Direktheit vom Erwachsenwerden in einer Welt zwischen Trümmern und Aufbruch. Ein Roman, der lange nachhallt.
Weitere Details
Erschienen: 02.03.2026
Umfang: 236 S.
Sprache: Deutsch
Einband: PB
Format: 2 x 22 x 13 cm
Lesealter: Lesealter: 18-99 J.
ISBN/EAN: 9783949262630
Umbreit-Nr.: 9884596
