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Das bleibende Thier

Cover von Das bleibende Thier

Bamberger Elegien

Herbst, Alban Nikolai

Elfenbein Verlag

20.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Dass der Mensch biologisch betrachtet ein Tier ist, daran besteht kein Zweifel. Und doch würde wohl jeder Mensch diese Bezeichnung brüsk von sich weisen. Worin aber unterscheidet sich der Mensch vom Tier? Ist diese Differenz positiv, gar fortschrittlich - eine Bereicherung? Was hat es dem Menschen gebracht, das Fell abzustreifen und das Thier zu bändigen? Das lyrische Ich versucht, darauf in dreizehn Elegien Antwort zu geben - wütend, klagend, beschwörend, trauernd, während der unaufhaltsame Fluss, die Regnitz, unter dem türhohen Bamberger Fenster vorüberzieht, aus dem der Blick auf den Kies, die Mauer, die lockenden Götter aus Stein geht. Die Gedanken fliehen rhythmisch strömend in die einsame Traurigkeit. Sonnenstrahlen, Regengüsse, Himmelfarben fluten vorbei, während der Körper - nach Luft ringend - schon im stürzenden Fluss treibt. Schwer ist sie, die drückende Kraft, betäubend die dröhnende Verzweiflung. Betäubt aber nicht das Verlangen, nicht der Wille nach schmerzender Lust, die hymnische Gier nach Zeugung und Leben.

Autorenportrait

Alban Nikolai Herbst (geb. 1955) studierte Philosophie und Geschichte und arbeitete in den neunziger Jahren als Devisenbroker in Frankfurt am Main. Die literarische Bühne betrat er bereits als 26-Jähriger mit dem bemerkenswerten Novellenband Marlboro. Seit dem Erscheinen seines sechsten Buches, des Romans Wolpertinger oder Das Blau (1993), zählt er zu den wichtigsten deutschsprachigen Vertretern der postmodernen Literatur. Er ist zudem Autor von Hörspielen, Theaterstücken und Libretti und wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen, u. a. dem Grimmelshausen-Preis, geehrt. Eine breite Leserschaft bescherte Herbst der besonders sprachlich und kompositorisch höchst originelle dreiteilige Anderswelt-Monumentalroman (bisher erschienen sind Thetis, 1999, und Buenos Aires, 2001). Seinen Roman Meere (2003) ereilte wegen einer juristischen Auseinandersetzung das Schicksal des - allerdings später wieder aufgehobenen - Verkaufsverbots. Als Lyriker ist Herbst erstmals 2007 mit Dem Nahsten Orient an die Öffentlichkeit getreten, zuletzt legte er den Gedichtzyklus Der Engel Ordnungen (2008) vor. In der Reihe Profile der Avantgarde erschienen im Elfenbein Verlag bereits Herbsts Radio-Fantasien unter dem Titel Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen (2003).

Weitere Details

Erschienen: 15.03.2011

Umfang: 152 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 1.3 x 17.1 x 12 cm

ISBN/EAN: 9783941184107

Umbreit-Nr.: 1345720

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