Schreibbegehren
Begehrenssubjekte, Begehrenstexte und skripturale Lebensform
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Zusatztext
Das Schreibenwollen = Haltung, Trieb, Begehren, ich weiß es nicht: wenig erforscht, schlecht definiert, schwer einzuordnen. Diese Bemerkung von Roland Barthes bildet den Ausgangspunkt der Arbeit von Corinna Sigmund. Barthes postuliert die Existenz eines spezifischen Schreibbegehrens, das der literarischen Produktion zugrunde liegt. Von dieser Idee ausgehend schlüsselt Corinna Sigmund im Rückgriff auf den begehrensphilosophischen Diskurs bei Platon, Aristoteles, Hegel, Heidegger und nicht zuletzt das Denken Jacques Lacans die Struktur dieses spezifisch poietischen Begehrens auf und weist das Schreibbegehren als eine ethische und anthropologische Kategorie aus. Die literarischen Realisierungen und Tendenzen des Schreibbegehrens hin zu einem entwerkten Schreiben, mithin zu einem Schreiben als Lebensform, werden anhand der Autoren Marcel Proust, Robert Musil, André Gide, Virginia Woolf, Theresa Hak-Kyung Cha und Peter Waterhouse interpretiert.
Autorenportrait
Corinna Sigmund, geb. 1982 in Dachau, Studium der Komparatistik, Philosophie und Theaterwissenschaft in München und Paris, Promotion im Rahmen des trinationalen Graduiertenkollegs Gründungsmythen in Literatur, Kunst und Musik, Stipendiatin der Studienstiftung, 2009 Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses, 2010 Förderpreis des Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreises für ihr Theaterstück Hello - Goodbye. Lebt zurzeit in Bonn und arbeitet als freischaffende Autorin. Mitglied der Kölner Akademie für Psychoanalyse Jacques Lacan, Redakteurin der Zeitschrift Y - Revue für Psychoanalyse.
Weitere Details
Erschienen: 25.05.2014
Umfang: 390 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.2 x 24 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783938880685
Umbreit-Nr.: 6015875
