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Nachts: Göthe lesen

Cover von Nachts: Göthe lesen

Heinrich Wölfflin und seine Goethe-Rezeption

Ay, Andreas

Vandenhoeck & Ruprecht

89.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Wenn Kunsthistoriker nachts nicht schlafen können, nehmen sie Klassiker zur Hand. Grundlage dieser interdisziplinären Studie ist der schriftliche Nachlass des Schweizer Kunsthistorikers Heinrich Wölfflin, der zu den bedeutendsten Wissenschaftlern seines Faches zählt. Anhand umfangreicher Archivfunde wird dem Leser anschaulich dessen komplexe Beschäftigung mit Johann Wolfgang von Goethe vor Augen geführt. Man gelangt buchstäblich an den Schreibtisch Wölfflins und sieht, wie er zu seinen Begriffen fand und aus welchen Quellen er sie entwickelte. Dabei nahm der Kunsthistoriker nicht den Weg über die kunsttheoretischen Schriften Goethes, sondern über die naturwissenschaftlichen. Wölfflins Begriffssystem von Form und Formentwicklung ist nachweislich in einen morphologischen Kontext im Goetheschen Sinne eingebunden. In überraschender Konsequenz übertrug Wölfflin diese Vorstellung auf das eigene Leben: An Goethe wollte er sich buchstäblich bilden. Die hier vorgenommene Lesart lässt Wölfflins Goethe-Rezeption als ein intellektuell-geistreiches Unterfangen erscheinen, das im Spannungsfeld von vorformulierten Denkmodellen und eigenständigem Denken ein produktives 'In-Spuren-Gehen' in Gang setzt.

Weitere Details

Erschienen: 28.04.2010

Umfang: 453 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 3.8 x 24.7 x 16.5 cm

ISBN/EAN: 9783899715811

Umbreit-Nr.: 1959034

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