Gedächtnis und Literatur in den geschlossenen Gesellschaften des Real-Sozialismus zwischen 1945 und 1989
Formen der Erinnerung 29, Formen der Erinnerung 29
Carsten Gansel/Jürgen Reulecke/Birgit Neumann
€75.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes gehen der Frage nach, auf welche Weise das Gedächtnis der Literatur in der SBZ/DDR sowie anderen Ländern des so genannten Real-Sozialismus funktioniert hat. Es geht mithin um Besonderheiten der Ausprägung des kulturellen Gedächtnisses in totalitären beziehungsweise autoritären politischen Systemen. Gezeigt wird, wie über das Zusammenspiel von narrativen, ikonischen und rituellen Formen das kulturelle Gedächtnis geformt wurde. Der Umgang mit dem Gründungsmythos Antifaschismus, dem Lagerdiskurs, dem Kriegserlebnis, dem Holocaust, Flucht und Vertreibung, dem 17. Juni 1953 oder dem Prager Frühling offenbart, über welche 'Tricks der Erinnerung' (Uwe Johnson) das offizielle Gedächtnis insbesondere in der DDR entstand und welche Gegen-Erinnerungen sich in literarischen Texten ausformten.
Weitere Details
Erschienen: 10.04.2007
Umfang: 310 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3 x 24.7 x 17.7 cm
ISBN/EAN: 9783899713480
Umbreit-Nr.: 1420062
