Antisemitismus, Xenophobie und pathisches Vergessen
Warum nach Halle vor Halle ist
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Zusatztext
Die hier vorgelegten Texte zum Thema der Verdrängung und des Wiederauftauchens des nationalsozialistischen Untergrunds sind im Laufe von drei Jahrzehnten entstanden. Zu ihrer Veröffentlichung (in Gestalt eines Folgebandes seiner 2012 erschienenen Interventionen) wurde der Autor durch das Hallesche Attentat (vom 9. 10. 2019) und durch die (abermals) hilflosen Reaktionen von Politik und Öffentlichkeit motiviert. Die Unfähigkeit, den Zusammenhang der langen Reihe antisemitischer und ausländerfeindlicher Untaten und das (internationale) Netz der vermeintlich isolierten Einzeltäter zu erkennen, führt er auf die Flucht in die Amnesie zurück, mit der sich die in das große Morden verstrickte Volksgemeinschaft 1945 aus ihrer Geschichte zu stehlen versuchte. Das damals eingeübte und den Folgegenerationen einprägte pathische Vergessen hat bis heute jeder Aufarbeitung der Vergangenheit widerstanden.
Weitere Details
Erschienen: 05.01.2020
Umfang: 101 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 21 x 12.5 cm
ISBN/EAN: 9783896912589
Umbreit-Nr.: 8394204
