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Musik und Musikwissenschaft im Umfeld des Faschismus

Cover von Musik und Musikwissenschaft im Umfeld des Faschismus

Deutsch-italienische Perspektiven, Saarbrücker Studien zur Musikwissenschaft 19

Stephanie Klauk/Rainer Kleinertz/Luca Aversano

Königshausen & Neumann

57.80

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Italien, das Land der Musik die Musik, die deutscheste der Künste: In zwei Nationen, die erst im 19. Jahrhundert zu staatlicher Einheit fanden, war die Musik zentraler Bestandteil ihres kulturellen Selbstbewusstseins. In Italien war die Oper die führende musikalische Gattung; in Deutschland wurde die Instrumentalmusik zur eigentlichen Musik erklärt und als Wiener Klassik und genuin deutsche Romantik vereinnahmt. Die zunehmende Radikalisierung nationalistischer Parolen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfasste dann auch die Musikwissenschaft. Versuche einer Neubewertung durch italienische Musikwissenschaftler - allen voran Fausto Torrefranca - wurden in Deutschland ignoriert. Hier propagierte man stattdessen die Idee einer absoluten Musik als unmittelbare und anti-intellektuelle Schau deutschen Wesens. Entkleidet ihres offen nationalistischen Vokabulars leben solche Vorstellungen bis heute fort. Diese Problematik war Gegenstand eines deutsch-italienischen Seminars am Deutschen Historischen Institut in Rom. Zu den Themenfeldern Musikgeschichtsschreibung, Musiker und Komponisten, Faschismus und Nationalsozialismus sowie Ästhetisch-philosophische Aspekte vereinigt der Band Referate des Seminars mit weiteren Beiträgen von Mauro Fosco Bertola, Monica Cioli, Boris von Haken, Ludovica Malknecht, Fiamma Nicolodi, Pamela M. Potter und Michael Zywietz.

Weitere Details

Erschienen: 04.05.2015

Umfang: 288 S., zahlreiche Notenbeispiele, Register

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783895641701

Umbreit-Nr.: 2333598

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