Reflexionen über Kunst und Leben
Musikanschauung im Schumann-Kreis 1834 bis 1847, Musik und Musikanschauung im 19. Jahrhundert 15
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Zusatztext
Grundlegende Phänomene unserer Musikkultur wie die Spaltung in einen Kunst- und einen Unterhaltungsmusiksektor oder die Sonderstellung der primär Spezialisten zugänglichen Neuen Musik bildeten sich im frühen 19. Jahrhundert heraus. Entsprechende Tendenzen wurden von komponierenden und musikkundigen Zeitgenossen als beunruhigend wahrgenommen und zusammen mit anderen Zeitfragen in musikalischen Zeitschriften öffentlich debattiert. Herausragende Bedeutung kommt der 1834 gegründeten Neuen Zeitschrift für Musik zu, deren Programmatik an den Interessen progressiver Komponisten ausgerichtet war und in der Musik in ihren Zusammenhängen mit dem Leben - mit Alltag, Gesellschaft, Nationalität und Geschichte - betrachtet wurde. Diese Studie bietet eine Gesamtschau der in der Neuen Zeitschrift bis zum Vorabend der 1848er Revolution thematisierten Zeitfragen. Dabei werden die vielfältigen möglichen Positionen zu Einzelaspekten ebenso sichtbar wie persönliche Profile der Mitarbeiter. Die Sichtweise des Redakteurs Robert Schumann erscheint als eine Stimme im Konzert der Meinungen und wird allein dadurch neu beleuchtet. Überdies ermöglicht die Einbeziehung der Jahre 1845-1847, in denen Franz Brendel die Redaktion führte, Aufschlüsse über Kontinuitäten und Umbrüche beim Übergang von der neuromantischen zur neudeutschen Ausrichtung der musikalischen Fortschrittsbewegung.
Weitere Details
Erschienen: 15.10.2013
Umfang: 568 S., mit Personen- und Sachregister sowie umfan
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783895641510
Umbreit-Nr.: 1189323
