Kunst im Krieg
Kulturpolitik als Militarisierung, Neue Kleine Bibliothek 344
Papyrossa Verlags GmbH & Co. KG
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Zusatztext
Deutschland rüstet auf, beteiligt sich an Kriegen, bereitet sich auf Kriege vor. Das setzt auch die Kulturpolitik auf den Prüfstand. Während der Krieg das Verhältnis von Staat, Gesellschaft und Kunst neu ordnet, forderte der Generalinspekteur der Bundeswehr einen 'nötigen Mentalitätswechsel', eine 'Gedankenwende' ein, um 'kriegstüchtig' zu werden. Stefan Ripplinger reflektiert die neue ideologische Funktion von Kunst. Ob Documenta oder Berlinale, ob Absagen von Professuren, Preisen und Ausstellungen: Zählt nur noch eine Kunst, die reguliert, kanalisiert, begradigt ist? Und die selbst zur Regulierung beiträgt? Der Band spannt einen Bogen von einer neu justierten Kulturförderung im Zuge der Corona-Pandemie über die Ausgrenzung russischer Künstler während des Ukraine-Kriegs bis zu einer kulturellen Containment-Politik angesichts des Gaza-Kriegs. Unter medialem Feuerschutz ging man sogar gegen das Wort 'Waffenstillstand' vor, und selbst jüdische Künstlerinnen und Künstler standen im Verdacht, antisemitisch zu sein. Wurde die Kunst nicht einst dafür gepriesen, sich in Ungehorsam, in Aufsässigkeit, in Widerspruch zu üben, ja: unfolgsam zu sein?
Weitere Details
Erschienen: 06.08.2024
Umfang: 140 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.2 x 19.2 x 13 cm
ISBN/EAN: 9783894388362
Umbreit-Nr.: 3693364
