Vergesellschaftung durch den Markt
Über den Kapitalismus als selbstgewirktes Schicksal einer politischen Emanzipation auf Basis kommerziellen Austauschs
Papyrossa Verlags GmbH & Co. KG
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Zusatztext
Wie weit haben sich die Vorstellung vom Zusammenhang zwischen sozialem Projekt und kommerziellem Geschäft beziehungsweise die Hoffnung auf eine letzterem für ersteres zukommende grundlegende Bedeutung bewahrheitet und wie weit als Illusion herausgestellt. Bewahrheitet hat sich die gesellschaftsverändernde Potenz des kommerziellen Geschäfts, weil es unter den besonderen, von ihm selber geschaffenen politisch-ökonomischen Bedingungen zu Beginn der Neuzeit seine traditionelle Beschränkung und Fassung durchbricht und sich kapitalistisch totalisiert. Diese Totalisierung zum kapitalistischen Wertschöpfungssystem und die politisch-ökonomische Geschichtsmächtigkeit, die es dadurch gewinnt, lassen das kommerzielle Geschäft zum Projektor bzw. zum Hoffnungsträger sozialer Programmatik avancieren. Die ihm damit zugewiesene Eigenschaft eines Steigbügelhalters für sozialen Wandel und politische Erneuerung straft das solcherart totalisierte kommerzielle Geschäft indes gründlich Lügen.
Autorenportrait
Ulrich Enderwitz, *1942. Autor und freiberuflicher Übersetzer, lebt in der Nähe von Berlin. Zahlreiche kulturgeschichtliche, geschichtsphilosophische und zeitkritische Arbeiten, darunter die achtbändige Studie 'Reichtum und Religion'.
Weitere Details
Erschienen: 15.02.2016
Umfang: 520 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 4.2 x 21.1 x 15 cm
ISBN/EAN: 9783894386122
Umbreit-Nr.: 8896213
