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'Versuche, dein Leben zu machen'

Cover von 'Versuche, dein Leben zu machen'

Als Jüdin versteckt in Berlin

Friedlander, Margot/Schwerdtfeger, Malin

Rowohlt Berlin Verlag

19.90

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Vergriffen, Bestellung abgelegt

Zusatztext

Januar 1943 - die noch in Berlin verbliebenen Juden sind täglich von der Deportation bedroht. Die 21-jährige Margot, die in einem Rüstungswerk Zwangsarbeit leistet, beschließt gemeinsam mit der Mutter und dem jüngeren Bruder Ralph, aus der Stadt nach Osten zu fliehen, an einen vermeintlich sicheren Ort, wo Verwandte untergekommen sind. Jahrelang hatte die Familie versucht, ins Ausland, unter anderem nach Amerika, auszuwandern - vergeblich.Als Margot am vereinbarten Treffpunkt erscheint, steht ein Mann vor der versiegelten Wohnungstür. Sie erfährt von der Nachbarin, dass ihr Bruder von der Gestapo abgeholt wurde - die Mutter sei zu Bekannten gegangen. Doch die Mutter ist nicht mehr dort, sie hinterlässt Margot folgende Botschaft: 'Ich gehe mit Ralph, wohin auch immer das sein mag. Versuche, dein Leben zu machen.' Die junge Frau trifft den Entschluss unterzutauchen. Es beginnt eine fünfzehnmonatige Odyssee durch Berlin, unter Lebensgefahr, in ständiger Angst, von der Gestapo gefasst zu werden.Gemeinsam mit Malin Schwerdtfeger erzählt Margot Friedlander ihr bewegendes Schicksal. Es ist die beeindruckende Geschichte einer jungen Frau, die über Nacht ihre Familie verliert - und ihr Leben in die eigenen Hände nimmt.

Autorenportrait

Margot Friedlander, geboren im November 1921 und gestorben im Mai 2025, überlebte Verfolgung und Krieg im Untergrund in Berlin sowie im Konzentrationslager Theresienstadt. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet. 1946 emigrierte sie in die USA. Die Filmdokumentation über das Leben von Margot Friedlander mit dem Titel Dont call it Heimweh eröffnete 2005 das 11. Jewish Film Festival Berlin und Potsdam. 2023 erhielt die 101-Jährige das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Seit 2010 lebte sie wieder in Berlin, von wo aus sie sich in der Zeitzeugenarbeit engagierte. Malin Schwerdtfeger, geboren 1972 in Bremen, studierte Judaistik und Islamwissenschaft in Berlin. Im Jahre 2000 gewann sie den Förderpreis des Bachmann-Wettbewerbs in Klagenfurt. Sowohl ihr Prosadebüt, der Erzählband Leichte Mädchen, als auch ihre beiden Romane Café Saratoga und Delphi wurden von Kritik und Publikum gefeiert. Die Autorin lebt in Berlin.

Weitere Details

Erschienen: 07.03.2008

Umfang: 270 S., Zahlr. s/w Abb.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 2.7 x 21 x 13.8 cm

ISBN/EAN: 9783871345876

Umbreit-Nr.: 1319861

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