Kommunikationstheorien in Frankreich
Der epistemologische Diskurs der
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Zusatztext
Die Studie zeichnet die Geschichte der französischen Sciences de linformation et de la communication (SIC) seit ihrer Institutionalisierung im Jahr 1975 nach. Dabei werden Ideen- und Sozialgestalt dieser Wissenschaft eng aufeinander bezogen. Angewandt wird ein wissenschaftssoziologisches und -historisches Instrumentarium, das die Identität und die fachlichen Diskurse von Wissenschaftlergenerationen in den Mittelpunkt stellt. Der zentrale ideengeschichtliche Strang verläuft von den semiotisch-linguistischen Ursprüngen der SIC (so die Gründerväter Roland Barthes und Robert Escarpit) zu sozial-konstruktivistischen Ansätzen heute (so von Eliséo Véron und Alex Mucchielli). Bindeglied zwischen Semiotik und Sozialkonstruktivismus war die Erweiterung der Semiotik um Pragmatik, die insbesondere transnationalen Einflüssen geschuldet ist, nämlich Adaptionen aus der US-amerikanischen Sozialphilosophie (Mead) sowie interaktionistischen Perspektiven der Schule von Palo Alto (Bateson, Birdwhistell, Watzlawick). Daraus ergeben sich entscheidende Unterschiede zu der traditionell am US-amerikanischen Mass communication research in der Nachfolge Paul F. Lazarsfelds orientierten deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft.
Weitere Details
Erschienen: 09.02.2010
Umfang: 552 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 4.3 x 21.6 x 15.3 cm
ISBN/EAN: 9783869380117
Umbreit-Nr.: 1611609
