Diese unglücklichen, verfolgten Menschen
Hilfe für verfolgte Juden im deutsch besetzten Dänemark 1940-1945, Stille Helden, Widerstand gegen die Judenverfolgung in Europa 1933-1945
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Zusatztext
Der Skipper Gunnar Flyvbjerg lag mit seinem Segelschiff im Fischereihafen Gilleleje, als ihm plötzlich eine Gruppe jüdischer Männer, Frauen und Kinder entgegeneilte. Spontan fasste der Achtundzwanzigjährige den Entschluss, trotz stürmischer See mit den Flüchtlingen abzulegen. Die Flucht gelang, er konnte 187 verfolgte Menschen ins neutrale Schweden bringen. In der Geschichte der nationalsozialistischen Judenverfolgung im deutsch besetzten Europa stellt Dänemark eine Ausnahme dar. Nach der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht 1940 blieb die jüdische Minderheit zunächst von der Verfolgung verschont. Von der Besatzungsmacht als souveräner, neutraler Staat anerkannt, konnte das Land seine Verwaltung und die demokratischen Institutionen erhalten und verweigerte sich erfolgreich der Einführung einer antijüdischen Gesetzgebung. Als die Besatzungsmacht im Herbst 1943 schließlich die Deportation der jüdischen Bevölkerung anordnete, trug die dänische Zivilgesellschaft dazu bei, dass die große Mehrheit der Verfolgten in einer illegalen Evakuierungsaktion über den Öresund nach Schweden entkommen konnte. 7600 Verfolgte erreichten Schweden, 470 wurden in das Ghetto Theresienstadt verschleppt, 116 überlebten nicht. Dieser Band enthält beispielhafte Flucht- und Rettungsgeschichten, stellt bedeutende Rettungsnetzwerke dar und versucht, die teilweise widersprüchlichen Motive derjenigen zu analysieren, die im Oktober 1943 Jüdinnen und Juden halfen.
Weitere Details
Erschienen: 25.11.2026
Umfang: 300 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783867324854
Umbreit-Nr.: 1438507
