Rettung kennt keine Konventionen
Hilfe für verfolgte Juden im deutsch besetzten Lettland 1941-1945, Stille Helden, Widerstand gegen die Judenverfolgung in Europa 1933-1945
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Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Am Morgen des 30. November 1941 sah der lettische Hafenarbeiter Janis Lipke, wie tausende Rigaer Juden in langen Kolonnen zu ihrer Ermordung getrieben wurden. In Janis' Entsetzen mischte sich Wut über die rohe und willkürliche Gewalt. Sie mündete in dem Entschluss, etwas gegen diese Grausamkeiten zu tun und er beschloss, zu handeln. Bis zum Ende der deutschen Besatzung in Lettland 1945 rettete er insgesamt 54 Menschen vor der Erschießung. Er war nicht der Einzige, der sich und seine Familie der drohenden Todesstrafe für die Hilfeleistung gegenüber Verfolgten aussetzte. Häufig aus spontanem Mitgefühl halfen Letten und Russen nicht nur jüdischen Bekannten und Freunden, sondern in vielen Fällen auch Fremden, sich der Ermordung zu entziehen. Der vorliegende Band thematisiert eindringlich die Bedingungen und Dimensionen der Rettung von Juden durch die einheimische Bevölkerung und stellt mehrere Fälle vor, die die besonderen Schwierigkeiten und Gefahren dieser Hilfeleistungen vergegenwärtigen. Beide Seiten, die Retter und die Geretteten, trugen in jeder Hinsicht das tödliche Risiko gemeinsam.
Weitere Details
Erschienen: 03.08.2016
Umfang: 264 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.4 x 24.5 x 17.5 cm
ISBN/EAN: 9783867322553
Umbreit-Nr.: 9435766
