Einsatzkommunikation bei Partnergewalt
Zusatztext
Häusliche Gewalt stellt ein gegenüber umfangreichen staatlichen Bemühungen außerordentlich robustes Deliktsfeld dar. Diese Bemühungen umfassen viele präventive, repressive, rechtliche und soziale Maßnahmen. Da die Opferzahlen jedoch nicht nur nicht rückläufig, sondern sogar ansteigend sind, ist es notwendig sämtliche Bausteine kritisch zu diskutieren, die zur Verringerung der Fallzahlen und des damit verbundenen Leids beitragen könnten. Das primäre Ziel der folgenden Überlegungen ist es, die Häusliche Gewalt - im engeren Sinne die Partnergewalt - mittels der Verbesserung des polizeilichen Vorgehens zu reduzieren - und dies weit überwiegend mit bereits vorhandenen Mitteln. Nach Ansicht des Verfassers stellt hierbei insbesondere die Rolle der Polizei als kommunikativer Akteur einen bislang unterschätzten Baustein dar. Eine Verbesserung der kommunikativen Fertigkeiten von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten wäre nicht nur eine Möglichkeit, bei Häuslicher Gewalt erfolgreicher agieren zu können. Hierdurch wären auch andere Problembereiche besser zu händeln, insbesondere solche, in denen die Polizei nicht die Oberhand innehat, etwa bei der Interaktion mit Suizidant*innen, verbarrikadierenden Personen oder beim Überbringen von Todesnachrichten.
Weitere Details
Erschienen: 30.04.2026
Umfang: 96 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 21 x 14.9 cm
ISBN/EAN: 9783866769762
Umbreit-Nr.: 781052
