Heute keine Sitzung wegen zu teuren Bieres!
Die Analyse des Bamberger Bierkriegs von 1907 als Thema der Öffentlichkeit, Bamberger Beiträge zur Kommunikationswissenschaft 14, BaBeKo
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Zusatztext
Oktober 1907: In Bamberg herrscht ein unerbittliches Ringen um die Vorherrschaft über den Preis für das populäre Gesellschaftsgetränk Bier. Die Hersteller wollen den Gerstensaft stadtweit um zwei Pfennige pro Liter erhöhen, das trinkfreudige Publikum sieht das anders und rebelliert. Den anschließenden Bierkrieg tragen verschiedenste Konfliktparteien aus - Brauer und Biertrinker, Wirte und Zeitungen. Und dennoch bleibt er ein Krieg ohne Schwertstrich und Blutvergießen. Vielmehr setzt die Antibierpreisbewegung auf Boykott und Protest und erreicht nach nur sieben Tagen eine Abkehr von der Verteuerung. Der im vorliegenden Buch behandelte Bamberger Bierkrieg versinnbildlicht, wie sich öffentliche Prozesse zu Anfang des 20. Jahrhunderts in einer deutschen Kleinstadt abspielten, welche Personen auf welchen Öffentlichkeitsebenen agierten, wie sich Proteste zu einer Bewegung formten und nicht zuletzt, welch hohen Stellenwert die Presse als einziges periodisches Massenmedium innerhalb der öffentlichen Kommunikation anno 1907 besaß.
Weitere Details
Erschienen: 30.08.2021
Umfang: 154 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783863098056
Umbreit-Nr.: 2872414
