Zum Hauptinhalt springen
Umbreit Logo

'Arbeitsscheu und moralisch verkommen'

Cover von 'Arbeitsscheu und moralisch verkommen'

Verfolgung von Frauen als 'Asoziale' im Nationalsozialismus

Amesberger, Helga/Halbmayr, Brigitte/Rajal, Elke

Mandelbaum Verlag

29.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Die nationalsozialistische Idee vom 'reinen Volkskörper' kannte viele Ausschlusskriterien. In erster Linie waren sie ­rassistisch begründet und die 'Volksgemeinschaft' daher exklusiv 'arisch' konzipiert, in zweiter Linie galt es, die 'schädlichen Elemente' innerhalb der eigenen Reihen zu ­entfernen. Darunter fielen auch Frauen, die aufgrund ihrer vermeintlich fehlenden Arbeitsmoral ('arbeitsscheu') oder eines 'amoralischen' Lebenswandels in den Fokus der ­Behörden gerieten. Dieses Verhalten wurde als 'gemeinschaftsfremd' eingestuft und seine erbliche Veranlagung zu belegen versucht. Einweisungen in Arbeitsanstalten, Gefängnis- und KZ-Haft wie auch Zwangssterilisationen waren die Folgen. Beispiele aus den Gauen Wien und Niederdonau belegen zahlreiche dieser Frauenschicksale und das mit der Verfolgung verbundene behördliche Prozedere. Gerichtsverfahren und die Abwicklung von Entschädigungsanträgen zeigen, dass die Stigmatisierung von Frauen als 'asozial' auch nach 1945 anhielt und auf vielen Ebenen nachteilige Folgen für Frauen hatte.

Autorenportrait

Helga Amesberger ist Sozialwissenschafterin am Institut für Konfliktforschung und Mitglied der österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen. Sie forscht u.a. zu Frauen und NS-Verfolgung, Prostitutionspolitik und Gewalt gegen Frauen.

Weitere Details

Erschienen: 15.05.2019

Umfang: 420 S.

Sprache: Deutsch

Format: 2.5 x 21 x 13.5 cm

ISBN/EAN: 9783854765967

Umbreit-Nr.: 6098373

Der Umbreit-Newsletter

Jetzt anmelden und immer über Angebote, Neuigkeiten und Aktionen informiert bleiben.