Mein Name ist Gundermann
Eine (außer)gewöhnliche Pflanze im Spiegel der deutschsprachigen Literatur, Aisthesis-Essay 43
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Zusatztext
Kaum jemand kennt ihn, den Gundermann, und doch entfaltet dieses Wildkraut ein reges Leben in der deutschsprachigen Literatur. In Landschaftsbeschreibungen gehört es zur pastoralen Szene, es hat aber auch Teil an utopischen Weltentwürfen. Namensträger der Pflanze zeichnet große Menschlichkeit aus. Jungen Mädchen zeigt sie im ganzen 19. Jh. sinnbildhaft die ihnen von der Gesellschaft vorgezeichnete Geschlechterrolle auf. Im 20. Jh. verbindet sich mit dem Anblick des kleinen Frühjahrsblühers die Sorge, der Mensch könne die Natur und mit ihr sich selbst zerstören. Die Pflanze wird zum Seismographen sich anbahnender Umbruchsituationen und schwelender gesellschaftlicher Konflikte.
Autorenportrait
Horst Pulkowski, Studium der Germanistik, Musikwissenschaft und Schulmusik. Prof. (i. R.) am Staatl. Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Heidelberg. Veröffentlichungen u.a. zur Didaktik und Theaterpädagogik, zur Rolle der Musik als Menschheitsphänomen und zur Motivgeschichte des Holunders.
Weitere Details
Erschienen: 02.11.2015
Umfang: 158 S., 4 Farbfotos, 5 s/w Zeichng., 1 farbige Zei
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.3 x 20.5 x 13 cm
ISBN/EAN: 9783849811365
Umbreit-Nr.: 8637304
