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Menschen als Hassobjekte

Cover von Menschen als Hassobjekte

Interdisziplinäre Verhandlungen eines destruktiven Phänomens, Teil 1, Andersheit - Fremdheit - Ungleichheit 011.1, Erfahrungen von Disparatheit in der deutschsprachigen Literatur

Arletta Szmorhun/Pawel Zimniak

Vandenhoeck & Ruprecht

Hass und seine Begleitumstände schreiben sich relational-performativ in die Gestaltung eines spezifischen atmosphärischen Raumes ein.

55.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Hassspiele werden nicht nur in Zeiten von Kriegen und Revolutionen getrieben. Sie stellen auch in Friedenszeiten einen Normal- und zugleich Grenzfall menschlicher Kommunikation dar, der affektive Dynamiken des gesellschaftlichen Miteinanders sichtbar werden lässt. Am Beispiel literatur-, kultur- und sprachwissenschaftlicher Analysen wird einerseits gezeigt, wie durch Hassbesessenheit ganze Existenzen, Individuen und Kollektive, ihre Kulturen, Werte, Beziehungen und Heimatorte inter- und intrakulturell beschädigt und vernichtet werden (können). Andererseits werden Akzente gesetzt, die verdeutlichen, dass der Bildung von Hasskollektiven affektive Gruppenbildungen gegenüberstehen, die sich gegen den Hass wenden, sodass der hassgesteuerten Kommunikation und Interaktion auch eine produktive Solidarisierungskomponente abzugewinnen ist. Hatebased grudge matches are not only played during periods of wars and revolutions. Even in peacetime, they represent a normal but at the same time a borderline case of human communication, which reveals the affective dynamics of social interaction. If one thinks of the human emotional balance, hatred is considered as a type of devastating mental reality that releases destructive energies and creates relationalperformative worlds that flout all compassion and human decency. On the one hand, by means of literary, cultural and linguistic analyses, it is shown how the entire existence of an individual or a group and, as a result, their cultures, values, relationships and hometowns are (or can be) damaged and destroyed on intercultural and intracultural basis through obsession with hatred. On the other hand, when dealing with the hate phenomenon, important points of emphasis are placed in order to clarify that the formation of hate collectives faces at the same time the formation of affective groups that turn against this phenomenon.

Autorenportrait

Dr. Wolfgang Brylla ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Zielona Góra, Polen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kriminal- und Stadtliteratur sowie Raumtheorie.

Weitere Details

Erschienen: 11.07.2022

Umfang: 285 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 2 x 23.5 x 16.3 cm

ISBN/EAN: 9783847114833

Umbreit-Nr.: 5670075

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