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Arabeske und Klage

Cover von Arabeske und Klage

Aspekte des Ausdrucks bei Else Lasker-Schüler, Palaestra 351, Untersuchungen zur europäischen Literatur

Ingold, Julia

Vandenhoeck & Ruprecht

Julia Ingold stellt heraus, dass der Nachweis das Gestaltungsprinzips der Arabeske eine bisher unterschätzte Nähe Lasker-Schülers zur jüdischen Schrifttradition offenbart. Lasker-Schüler schreibt ihren Arabesken die Prekarität des Ausdrucks von Leid und Ungerechtigkeit ein - ihr künstlerischer Ausdruck impliziert die Möglichkeit des Schweigens.

59.00

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Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Else Lasker-Schüler zeigt mit ihren Formen, Inhalten, Texten und Bildern performativ die Möglichkeit der Ausdruckslosigkeit auf. Sie schildert grauenvolle Szenen in ostentativ poetischen Bildern. Nebenher kommentiert und zitiert sie ihre eigenen Werke kontinuierlich selbst. Beide Eigentümlichkeiten gehen auf das transmediale Gestaltungsprinzip der Arabeske zurück. Die Arabeske kann nicht nur als schmückender Rahmen dienen, sondern auch als Versteck, das Ausdrucksverbote unterläuft. Julia Ingold weist nach, dass dieses Gestaltungsprinzip von einer bisher unterschätzten Nähe Lasker- Schülers zur jüdischen Schrifttradition Zeugnis ablegt. Lasker-Schüler schreibt ihren Arabesken das Prekäre des Ausdrucks von Leid und Ungerechtigkeit ein - ihr künstlerischer Ausdruck impliziert die Möglichkeit des Schweigens. In her forms, contents, texts and images Else Lasker-Schüler expresses performatively the possibility of the lack of expression. She describes terrible scenes in ostentatiously poetic pictures. On the side she herself comments and quotes constantly her own works. Both peculiarities stem from the same transmedial formal principle of the arabesque. The arabesque can not only serve as decorative frame, but also as hiding place to evade the prohibition of representation. The proof of this formal principle reveals Lasker-Schülers long underestimated influences of the Jewish scriptural tradition. In her arabesques Lasker-Schüler captures the precarity of the expression of distress and injustice - her artistic expression implies the possibility of silence.

Autorenportrait

Dr. Julia Ingold studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Französisch und wurde in Kiel promoviert. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Weitere Details

Erschienen: 08.08.2022

Umfang: 375 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783847114383

Umbreit-Nr.: 4992694

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