Autobiographie als Apologie
Rhetorik der Rechtfertigung bei Baldur von Schirach, Albert Speer, Karl Dönitz und Erich Raeder, Formen der Erinnerung 65
Wie wird man zum 'guten Nazi'? Diese Studie untersucht erstmals die Erinnerungspolitiken verschiedener Nationalsozialisten.
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Zusatztext
Albert Speer ist es mit seinen autobiographischen Erinnerungen gelungen, nachhaltigen Einfluss auf seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu nehmen. Roman B. Kremer analysiert die rhetorischen Muster in Speers Text und setzt sie in Kontrast zu den rhetorischen Verfahren autobiographischer Texte anderer NS-Politiker und -Militärs wie Baldur von Schirach, Karl Dönitz und Erich Raeder. Seine Studie zeigt eindrucksvoll, mit welcher rhetorischen Raffinesse Speer seine Erinnerungen aufgebaut hat. Daraus ergeben sich grundsätzliche Erkenntnisse zum bislang oft unterschätzten Zusammenhang von Autobiographie und Rechtfertigung. Through his autobiographical memoirs, Albert Speer successfully managed to have a lasting influence on his public perception. Roman B. Kremer analyses the rhetorical patterns within Speers text and contrasts them with the rhetorical methods found within the autobiographical texts of other NS politicians and militarists, such as Baldur von Schirach, Karl Dönitz and Erich Raeder. His study impressively demonstrates the rhetorical finesse of Speers memoirs, picking up on fundamental insights into the relationship between autobiography and justification, which have often been somewhat discounted in the past.
Autorenportrait
Dr. Roman B. Kremer studierte Allgemeine Rhetorik, Politikwissenschaft, Theologie und Informatik in Tu¨bingen und Uppsala, Schweden. Er promovierte an der Universität Münster im Fachbereich Germanistik. Derzeit arbeitet er als Logistiktrainer bei einem Softwareunternehmen.
Weitere Details
Erschienen: 17.07.2017
Umfang: 378 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.3 x 23.6 x 16 cm
ISBN/EAN: 9783847107590
Umbreit-Nr.: 2389285
