Die Sforza III
Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci
€49.90
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Vergriffen, Bestellung abgelegt
Zusatztext
Dieser dritte Band der dreiteiligen Sforza-Serie beschäftigt sich erneut mit einem sehr interessanten weiblichen Mitglied dieser berühmten mailändischen Dynastie, der neapolitanischen Königstochter Isabella von Aragon (1470-1524), die auf ihrem ersten offiziellen Porträt als Herzogin von Mailand leider im Laufe der Geschichte von den Kunsthistorikern zur florentinischen Kaufmannsfrau "Mona Lisa" degradiert wurde. Da half auch nicht, dass ihr Hofmaler Leonardo da Vinci sie, als er ihr Porträt im Frühling 1489 erstellte, in dem Trauerkleid der mailändischen Herzoginnen, welches jene in der zweiten Phase anlässlich des Todes eines Mitgliedes ihrer Familie anlegten, darstellte und sie noch zusätzlich mit wichtigen Symbolen ihrer Dynastie schmückte. Dabei gehörte Isabella von Aragon zu den berühmtesten adligen Damen der italienischen Renaissance. Nur von ihrer Großmutter Bianca Maria Visconti und ihrer Cousine und Schwägerin Caterina Sforza sind im 15. und 16. Jahrhundert so viele Porträts erstellt worden wie von ihr. Als einzige Frau fand sie zudem in dem im 16. Jahrhundert sehr geschätzten Werk von Paolo Giovio (gestorben 1552), dem "Vitae virorum illustrium", in dem nur das Leben berühmter Männer der Renaissance beschrieben wurde, Eingang, da sie laut des Autors ihr großes Unglück wie ein Mann ertragen habe. Über ihr Privatleben sind nach dem Tod ihres ersten Gatten, des mailändischen Herzogs Gian Galeazzo II. Maria Sforza, im Jahr 1494 und ihrer Absetzung als Herzogin von Mailand durch ihren Onkel Lodovico Maria il Moro Sforza im Jahr 1495 kaum noch schriftliche Aufzeichnungen zu finden. Es bietet sich jedoch noch eine andere Möglichkeit an, dieser berühmten Dame auf die Spur zu kommen: die spezifische Symbolik ihrer Dynastie, mit der sie von ihren zeitgenössischen Malern in ihren Darstellungen reichlich versehen wurde. Diese bildlichen zeitgenössischen Quellen, die bisher leider von den Historikern vollkommen übersehen worden sind, liefern uns nicht nur weitere Informationen über Isabella von Aragon, sondern auch über ihren geliebten Hofmaler und besten Freund Leonardo da Vinci, der seit 1497 eine sehr wichtige Rolle in ihrem Leben einnehmen sollte.
Autorenportrait
Die Autorin: Maike VogtLüerssen wurde am 24. März 1956 in Wilhelmshaven geboren, ist verheiratet und hat einen Sohn. Sie studierte Geschichtswissenschaft, Biologie und Pädagogik an der PhilippsUniversität in Marburg an der Lahn. Seit 1987 beschäftigt sich die Autorin intensiv mit den historischen Epochen Antike, Mittelalter und Renaissance. Folgende Bücher sind bereits erschienen: "40 Frauenschicksale aus dem 15. und 16. Jahrhundert", "Der Alltag im Mittelalter" "Neros Mutter Agrippina die Jüngere und ihre Zeit", "Katharina von Bora Martin Luthers Frau", "Lucrezia Borgia Das Leben einer Papsttochter in der Renaissance", "Martin Luther In Wort und Bild", "Anna von Sachsen Gattin von Wilhelm von Oranien", "Wer ist Mona Lisa? " Auf der Suche nach ihrer Identität" und "Margarete von Österreich Die burgundische Habsburgerin und ihre Zeit." Die Autorin lebt seit 1995 in Australien.
Weitere Details
Erschienen: 21.05.2010
Umfang: 488 S., 13 farbige Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 3 x 27 x 19 cm
ISBN/EAN: 9783839171103
Umbreit-Nr.: 1116549
