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Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte

Cover von Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte

Luks, Leonid Dehnert Gunter Lobkowicz Nikolaus Luks Leonid Umland Andr

ibidem-Verlag

34.50

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert, Festbezug, bitte vormerken

Zusatztext

Den radikalen Bruch Peters des Großen mit den russischen Traditionen empfanden die Zeitgenossen () geradezu (als) revolutionär und der Eindruck der Reform im Abendland () war ein ungeheurer. Nach den Denkmustern der Aufklärung war das Russische Reich noch gleichsam tabula rasa, wie Gottfried Wilhelm Leibniz es ausdrückte Es entwickelte sich ein Personenkult um Peter I. und der Zar wurde zum Projektionspunkt für die Idealvorstellungen vom Herrscher der Aufklärung. Die Verherrlichung Peters des Großen im Westen führte allerdings nicht zu einem Verschwinden der negativen Russlandstereotypen. Vielmehr wurde der Zar in Widerspruch zu seinem Volk charakterisiert, um bewußt ein[en] Kontrast zwischen der Person des aufgeklärten Herrschers und einem scheinbar rückständigen, barbarischen russischen Volk zu schaffen. Durch Polarisierung von Herrscher und Volk konnte das Bild Peters des Großen noch stärker strahlen und seine vollbrachten Leistungen erschienen noch großartiger. Gleichzeitig wurde in der Gegenüberstellung des alten und neuen Russlands wieder das westliche Selbstbild bestätigt, dass eine Angleichung an die westeuropäische Kultur () grundsätzlich als vernünftig und fortschrittlich beurteilt. (Aus dem Beitrag von Eva Daniela Seibel)

Weitere Details

Erschienen: 27.11.2023

Umfang: 150 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 1.1 x 21 x 14.8 cm

Lesealter: Lesealter: 12-99 J.

ISBN/EAN: 9783838219080

Umbreit-Nr.: 974168

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