Der 35. Mai
Szenische Lesung, Gelesen von Otto Sander/Klaus Sonnenschein/Dieter Kursawe u a, CD
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Zusatztext
Konrad muss einen Aufsatz über die Südsee schreiben. Zum Glück kann er seinen verrückten Onkel Ringelhuth um Hilfe bitten, der für jedes Problem eine Lösung weiß. Und tatsächlich: Der Onkel nimmt seinen Neffen kurzerhand mit auf eine abenteuerliche Reise in die Südsee. Ein sprechendes Zirkuspferd auf Rollschuhen begleitet sie. Alles Quatsch? Nicht am 35. Mai, denn an diesem Tag darf man sich nicht wundern, wenn einem allerhand kuriose Dinge zustoßen. Diese herrlich verrückte Unsinngeschichte ist einer der beliebtesten Kinderromane von Erich Kästner und wurde sogar als Oper vertont.
Autorenportrait
Erich Kästner (1899-1974) wurde in Dresden geboren. Nach Militärdienst und dem Ende des Ersten Weltkrieges studierte er Geschichte, Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft und promovierte. Er arbeitete als freier Journalist und Theaterkritiker für verschiedene Zeitungen und Magazine, u.a. für die berühmte "Weltbühne". 1928 veröffentlichte er sein erstes Buch, die zeitkritische Gedichtsammlung "Herz auf Taille", 1929 sein erstes Kinderbuch "Emil und die Detektive". Beide Werke begründeten bereits seinen späteren Weltruhm. Allein "Emil und die Detektive" wurde bisher in Deutschland millionenfach verkauft und in rund 60 Sprachen übersetzt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Erich Kästner aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen, seine Bücher wurden verbrannt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges widmete sich Erich Kästner vorwiegend dem literarischen Kabarett und der Kinderliteratur, für die er u.a. mit dem internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet wurde. Längst gehören seine Romane wie "Das doppelte Lottchen", "Pünktchen und Anton" oder "Der 35. Mai", um nur einige zu nennen, zu den Klassikern im Kinderzimmer und faszinieren unvermindert Leser und Publikum, im Buch, auf der Bühne und auf der Kinoleinwand. Walter Trier (1890-1951), in Prag geboren, studierte Kunst in Prag und München und wurde in Berlin zu einem der bekanntesten Pressezeichner seiner Zeit. 1929 illustrierte er Erich Kästners Emil und die Detektive, dem weitere Kinderbücher Kästners folgten. 1936 emigrierte er vor den Nationalsozialisten nach England, später nach Kanada, wo er bis zu seinem Tod als Illustrator und Karikaturist arbeitete. Otto Sander, 1941 in Hannover geboren, studierte Theaterwissenschaften in München und nahm Schauspielunterricht an der Otto-Falkenberg-Schule. Große Erfolge feierte er an der Schaubühne Berlin unter Peter Stein. Neben seiner Theaterarbeit wirkte er in zahlreichen Filmproduktionen mit. Seit den 1990er Jahren entstanden zahlreiche Hörbuchaufnahmen. Seine Interpretationen literarischer Texte machen ihn zu einem der beliebtesten Erzähler Deutschlands. Seine warme, kräftige Stimme brachte ihm den Beinamen "The Voice" ein. Mathias Einert, geboren 1954 in Hannover, arbeitete als Schauspieler und Synchronsprecher. Er absolvierte zunächst ein Studium der Meteorologie. Doch schon als Kind war er in der TV-Serie "Jedermannstraße 11" (1962) zu sehen. Später spielte er dann im "Tatort" und in Serien wie "Jauche und Levkojen" und "Nirgendwo ist Poenichen" mit. Zudem erhielt er als Leistungssportler mehrere Auszeichnungen. Mathias Einert starb 2004. Dieter Kursawe (1934-1996), geboren in Berlin, begann in der evangelischen Studentengemeinde der TU Berlin damit, Kabarettprogramme zu schreiben. Aus der Studentengruppe entwickelte sich 1958 das Kabarett "Die Sieben Schaben", das mit seinen politischen Programmen auch in anderen Städten gastierte. Kursawe agierte dabei als Autor, Regisseur und Darsteller. 1964 löste sich die Truppe auf und er stieß zusammen mit Joachim Kemmer und Käte Jaenicke zu den vier Jahre zuvor von Dieter Hallervorden und Wilfried Herbst gegründeten Wühlmäusen. 1965 eröffnete er im Theater Tangente in Berlin das Reichskabarett, dem er bis zu dessen Schließung 1971 verbunden blieb. Ab 1967 übernahm Kursawe auch Rollen in Film und Fernsehen. Darüber hinaus war er umfangreich in der Synchronisation tätig, wobei er seine nasale und durch Lispeln verstellte Stimme oft Zeichentrickfiguren wie dem Erpel Daffy Duck oder Averell Dalton (Lucky Luke) lieh. 1996 starb Dieter Kursawe in seiner Heimatstadt Berlin. Henning Schlüter (1927-2000), geboren in Hamburg, studierte zunächst Philosophie, Psychologie und Germanistik und absolvierte nebenbei eine Schauspielausbildung. 1949 wurde er Ensemblemitglied des Deutschen Theaters im Osten Berlins, wo er bis 1952 unter Vertrag blieb. Außerdem spielte er zeitgleich unter Bert Brecht in dessen Berliner Ensemble. 1952 wechselte Schlüter nach Hamburg an die dortigen Kammerspiele. Weitere Theaterstationen folgten in Bochum, Berlin (West) und abermals in Hamburg. Seit 1960 spielte Schlüter zudem regelmäßig Rollen in Film und Fernsehen. Dabei erreichte der Charakterdarsteller mit der imposanten Statur und Stimme auch internationale Bekanntheit. Schlüter spielte in italienischen, französischen, amerikanischen und englischen Produktionen unter international renommierten Regisseuren und neben berühmten Schauspielkollegen wie Elizabeth Taylor, Henry Fonda und Ben Kingsley. Besondere Popularität brachte ihm die Rolle des Hans Millinger, den er zwischen 1977 und 1984 als Vorgesetzten von Siegfried Lowitz als Kommissar Erwin Köster in "Der Alte" verkörperte. Daneben lieh Schlüter seine Stimme zahlreichen Hörspielen und Synchronfassungen. Henning Schlüter starb 2000 in Hamburg. Klaus Sonnenschein (1936-2019), geboren in Berlin, absolvierte nach dem Schulabschluss zunächst eine Brau-Lehre. Statt als Bierbrauer zu arbeiten, besuchte er jedoch die Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin, wo er von Hilde Körber und Lucie Höflich ausgebildet wurde. Anschließend erhielt er mehrere Bühnenengagements, u. a. in Bochum und Berlin. Als die Berliner Tribüne 1972 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, übernahm Klaus Sonnenschein die Leitung des Theaters. Bis 1997 wirkte er federführend in der Direktion und baute die kleine Bühne zum musikalischen Schauspielhaus um, in dem neben Revuen und Kabarettprogrammen auch Boulevardkomödien und klassische Stücke aufgeführt wurden. Er übernahm auch immer wieder Rollen in Film und Fernsehen. Darüber hinaus arbeitet Klaus Sonnenschein ebenfalls seit 1966 umfangreich in der Synchronisation. In über 600 Produktionen lieh er seine Stimme u. a. Sean Connery, Danny DeVito, Morgan Freeman, John Goodman, Gene Hackman, Bob Hoskins, Christopher Lee u.v.a. Daneben wirkte er auch bei zahlreichen Hörspielen mit.
Weitere Details
Erschienen: 01.02.2006
Umfang: 51 Min., 1 CD
Sprache: Deutsch
Einband: JC
Format: 1 x 12.5 x 14.2 cm
Lesealter: Interessenalter: 6-8
ISBN/EAN: 9783837301472
Umbreit-Nr.: 1633777
