Das Paradox der Arbeitgeberverbände
Von der Schwierigkeit, durchsetzungsstarke Unternehmensinteressen kollektiv zu vertreten, Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) 130
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Zusatztext
Arbeitgeberverbnden kommt eine herausragende Bedeutung fr die deutschen Arbeitsbeziehungen zu. Gemeinsam mit den Gewerkschaften sind sie ein zentraler Pfeiler im System der Verbandstarifvertrge und tragen somit dazu bei, die Arbeitsbedingungen und Entlohnung von Millionen Beschftigten zu gestalten. Wenig ist bislang darber bekannt, wie die dezidierten, starken Interessen der einzelnen Mitgliedsunternehmen zu einer kollektiven Verbandspolitik verschmolzen werden. Auf Basis einer quantitativen Analyse von 358 Arbeitgeberverbandssatzungen sowie qualitativer Informationsquellen kommt Behrens in dieser Studie zu dem Schluss, dass die Ausgangsinteressen durch die Verbnde nicht einfach zusammengefasst, sondern aktiv bearbeitet werden paradoxerweise erscheinen die kumulierten Interessen am Ende schwcher als die Einzelinteressen. Die Bearbeitung von Interessen greift auf innerverbandliche Regelungen zurck, die letztlich auch Einfluss auf die weitere Entwicklung der Verbnde ausben. Wie der Autor am Beispiel der Einfhrung von Mitgliedschaften ohne Tarifbindung (OT) zeigt, untersttzen statuarische Teilhaberechte der Mitglieder die Verbnde dabei, sich verbandspolitisch neu auszurichten.
Weitere Details
Erschienen: 01.08.2011
Umfang: 238 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.3 x 21 x 15 cm
ISBN/EAN: 9783836087308
Umbreit-Nr.: 1888476
