Poetisch und kritisch Denken
Von der Thora bis zu Hannah Arendt, Bibliothek Arendt, Texte zur Ideengeschichte
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Zusatztext
Gespräch und Texte zum Judentum, zur Wissenschaft, zur Zeit und Zeitgeschichte Als Rabbiner lehrte Ismar Schorsch über lange Jahre am Jewish Theological Seminary in New York. Als Gelehrter hatte ihn Leopold Zunz, der Begründer der Wissenschaft des Judentums inspiriert, über den er sein biografisches Opus Magnum verfasste. Darin zeichnet er den Traum der politischen und religiösen Freiheit nach, die auch im deutschen Judentum zu tiefgreifenden Reformen führen sollte. Die Hoffnung scheiterte und das 20. Jahrhundert zerstörte alle Illu-sionen über die deutsch-jüdische Symbiose. Im Gespräch gibt Ismar Schorsch Auskunft über seine Biographie und seinen wissenschaftlichen Werdegang. Die ausgewählten Essays zur Thora zeigen ein poetisches Denken, das hilft, sich der bedrängenden Geschichte zu erinnern und im Spiegel der heiligen Texte auch persönlichen Trost zu entfalten. Sie zeigen eine Freiheit des Denkens, die aus dem Geist des religiösen Judentums heraus lebt und mit Heinrich Heine, einem der frühen Vertreter der Wissenschaft des Judentums, diesen sowohl polemisch als auch poetisch Gehör zu verschaffen sucht. Kritisch forderte ihn das religiöse Bewusstsein zu einer deutlichen Position gegenüber Hannah Arendt und ihren Überlegungen zum Eichmann-Prozess heraus. Zuletzt äußerte er sich öffentlich auch zu aktuellen politischen Tendenzen in Israel.
Weitere Details
Erschienen: 07.10.2026
Umfang: 192 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783835361973
Umbreit-Nr.: 1724570
