Zwischen Weltliteratur und Universalpoesie
Neue Perspektiven auf Goethe und die Romantik
Anke Bosse/Wolfgang Bunzel/Fotis Jannidis
€28.00
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Zusatztext
Mit den Begriffen 'Weltliteratur' und 'Universalpoesie' verbindet sich der Versuch, die historisch neue Konstellation am Beginn der Moderne gedanklich zu erfassen. Der Band beleuchtet einzelne Facetten dieses Epochenwandels. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert hat es diverse Versuche gegeben, die grundlegenden ästhetischen Tendenzen der Gegenwart zu benennen und auf diese Weise die 'Signatur des Zeitalters' (Friedrich Schlegel) begrifflich zu erfassen. Die Romantiker schlugen dafür das Modell einer 'Universalpoesie' vor, die nicht nur alle literarischen Gattungen überspannt, sondern auch die Kunst mit dem Leben verbindet. Goethe sah angesichts der rasanten Beschleunigung von Handel und Kommunikation sowie der zunehmenden Verflechtung der Nationen eher eine Zeit der 'Weltliteratur' anbrechen. Der vorliegende Sammelband setzt beide Konzepte zueinander in Bezug, lotet in Einzelstudien Aspekte dieses Epochenwandels aus und lenkt dabei den Blick besonders auf Goethe. Wie sich zeigt, ist die Konkurrenz von Deutungsbegriffen selbst ein zentrales Merkmal der 'Sattelzeit', wie Reinhart Koselleck den Übergang von der Frühen Neuzeit zur Moderne zwischen etwa 1750 und 1850 genannt hat.
Weitere Details
Erschienen: 29.10.2025
Umfang: 430 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783835359437
Umbreit-Nr.: 6466472
