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Diplomatie als kollektive Praxis

Cover von Diplomatie als kollektive Praxis

Botschaftssekretäre und diplomatischer Alltag im frühneuzeitlichen Istanbul, Frühneuzeit-Forschungen 29

Kühnel, Florian

Wallstein Verlag

45.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Diplomatie war eine kollektive Praxis: Florian Kühnel plädiert für ein neues Verständnis frühneuzeitlicher Außenbeziehungen. Diplomatie das sind Verhandlungen zwischen Gesandten, Herrschern und Ministern über Krieg und Frieden, so die gängige Sichtweise. In seinem Buch zeigt Florian Kühnel jedoch, dass Diplomatie in der Frühen Neuzeit weit mehr war als das: Sie war keine individuelle Leistung einzelner 'großer Männer', sondern eine 'kollektive Praxis', an der verschiedene männliche und weibliche Akteure teilhatten und die sehr viel mehr umfasste als Verhandlungen allein. Um ein solches erweitertes Verständnis von Diplomatie in der Anwendung zu erproben, nimmt Kühnel vor allem die englische (bzw. britische), aber auch die venezianische, französische und niederländische Botschaft im frühneuzeitlichen Istanbul in den Blick. In akteurszentrierter und praxeologischer Perspektive bezieht er dabei neben Botschaftern auch deren Bedienstete, Familienmitglieder und Freunde sowie lokal angeworbene Personen wie Übersetzer oder Kalligraphen mit ein. Zudem richtet er den Fokus auf den diplomatischen Alltag, etwa die Administration der Botschaft, die Kommunikation mit dem Sultanshof und den anderen Botschaften oder die Praktiken der Spionage. Die Studie bietet damit nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Theorie der Diplomatiegeschichte, sondern auch einen grundlegenden Einblick in die konkrete Praxis interkultureller diplomatischer Beziehungen.

Weitere Details

Erschienen: 27.11.2024

Umfang: 560 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783835356863

Umbreit-Nr.: 3598332

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