Liberalismus als Feindbild
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Zusatztext
Seit dem frühen 19. Jahrhundert zählt der Liberalismus zu den politischen Weltsichten, welche die Wirklichkeit nachhaltig veränderten. Dementsprechend viele Gegner hatte er, die ihn erbittert attackierten und sich gern als Sachwalter des Bestehenden präsentierten. So gewann der Liberalismus auch eine erstaunliche Intensität und Dauer als ideologisches Feindbild. Viele Modernisierungsverlierer des langen 19. Jahrhunderts betrachteten den an Wissenschaft und Fortschritt orientierten Liberalismus als übermächtigen Gegner. Im 'Zeitalter der Extreme' (E. Hobsbawm) besaß der Liberalismus als Feindbild eine geradezu allgegenwärtige Präsenz. Diesem in der Forschung bisher wenig ausgeleuchteten Phänomen, dessen aktuelle politische Bedeutung überdies auf der Hand liegt, widmen sich die Beiträge des Bandes.
Autorenportrait
Ewald Grothe, geb. 1961, Historiker, ist Leiter des Archivs des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung und Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Wuppertal. Ulrich Sieg, geb. 1960, Historiker, ist Professor an der Universität Marburg. 2000 hat er den Preis des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands erhalten.
Weitere Details
Erschienen: 26.05.2014
Umfang: 308 S., 1 Foto
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.4 x 22.7 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783835315518
Umbreit-Nr.: 6666169
