Politische Existenz und republikanische Ordnung
Zum Staatsverständnis von Hannah Arendt, Staatsverständnisse 48
Karl-Heinz Breier/Alexander Gantschow
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
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Zusatztext
Inmitten der totalitren Katastrophe des 20. Jahrhunderts hat Hannah Arendt die Abgrndigkeit unserer Zeit erfahren. Angesichts moderner Weltentfremdung errtert sie die Herausforderungen, die mit einer Lebensweise der Freiheit verbunden sind. Als Anwltin des Politischen verknpft Arendt unsere humane Selbstsorge mit einer republikanisch inspirierten Sorge um die Welt. Angesichts der voranschreitenden Entzauberung der Welt und unter den Bedingungen metaphysischer Obdachlosigkeit bietet Arendt kein abschlieendes Vokabular an, das mit der einen Wahrheit und ihrem letzten Grund argumentiert. Die Substanz des Menschen ist fr uns Menschen nicht einsehbar, aber die Existenz der Menschen ist sehr wohl deut- und auslegbar. Wir sind nicht zu existenziellem Blindflug verurteilt. Als politische Denkerin schrft Hannah Arendt unseren Blick fr die Errungenschaft des Politischen. So wie menschliches Dasein der Selbstauslegung bedarf, so ist jedes Brgersein auf eine ffentliche Selbstauslegung angewiesen. Mit Arendt wird klar: Politische Existenz und republikanische Ordnung bedingen sich wechselseitig. Auch ohne einen absoluten Boden knnen Brgerinnen und Brger in der Welt zu Hause sein und im weltlichen Zwischen einer Brgerordnung einen Zwischenboden einziehen.
Weitere Details
Erschienen: 23.07.2012
Umfang: 279 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783832953508
Umbreit-Nr.: 5919753
