'Juden, die ins Lied sich retten' - der Komponist Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) in der Sowjetunion
Musik und Diktatur 1
€39.90
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert, Festbezug, bitte vormerken
Zusatztext
Der Lebensweg des Komponisten Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) wurde maßgeblich geprägt von der Auseinandersetzung mit Repression und Diskriminierung. Vor Hitlers Truppen aus Warschau in die Sowjetunion geflohen, musste Weinberg sich in einem politischen System zurechtfinden, das ihm zwar Zuflucht geboten hatte, ihn jedoch als Juden und Polen nicht unbehelligt ließ. Vor allem während Stalins letzter Regierungsdekade sah sich Weinberg schweren Übergriffen ausgesetzt, doch auch nach dem Tod des Diktators blieb die Situation kritisch. Die Beleuchtung seines kompositorischen Schaffens zeigt erstmals umfassend und systematisch, wie Weinberg künstlerisch auf die Doktrin des Sozialistischen Realismus reagierte. Es wird deutlich, wie eng sich ideologischer Druck und individuelles Schicksal verbanden, weshalb auch der biographische und zeitgeschichtliche Hintergrund der Werke vor allem aus der Phase zwischen 1943 und 1968 ausführlich und mit vielen bisher unbekannten Fakten erhellt wird.
Autorenportrait
Verena Mogl war als Musikjournalistin und in der (Online-)Musikvermarkung tätig, bevor sie an der Universität Hamburg ihr Studium der Historischen und Systematischen Musikwissenschaft sowie der Neueren deutschen Literatur aufnahm. Nach Abschluss war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt "Pauline Viardot" an der Hochschule für Musik und Theater. 2010 nahm sie als Stipendiatin der Gerda-Henkel-Stiftung ihre Arbeit an der Dissertation auf. Seit September 2016 ist Verena Mogl Projektleiterin am Institut für kulturelle Innovationsforschung in Hamburg.
Weitere Details
Erschienen: 26.11.2019
Umfang: 444 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.8 x 24 x 17 cm
ISBN/EAN: 9783830931379
Umbreit-Nr.: 3030170
