Pittura Metafisica
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Zusatztext
Giorgio de Chirico, 1888 als Sohn italienischer Eltern in Griechenland geboren und 1978 in Rom gestorben, malte die Bilder, für die er bis heute berühmt ist, innerhalb weniger Jahre: zwischen 1915 und etwa 1925. Er wurde mit ihnen zum Erfinder einer neuen Bildsprache, die sich schnell in ganz Europa ausbreiten sollte und vor allem die Surrealisten begeisterte. Erste "metaphysische" Stadtansichten und "Manichini"-Bilder entstanden noch in Paris, wo er mit Picasso, Brancusi und dem Dichter Apollinaire verkehrte. Zurück in Italien gründete er mit seinem Bruder, dem Schriftsteller Alberto Savinio, und dem Futuristen Carlo Carrà in Ferrara die "scuola metafisica", 1920 die Zeitschrift Pittura metafisica. Unter dieser Bezeichnung traten de Chiricos Bilder von menschenleeren Plätzen und Interieurs, in denen bestenfalls Schatten, Gliederpuppen oder Statuen ein gespenstisches Eigenleben führen, ihren Siegeszug in die Kunstgeschichte an. 1930 bricht der ebenso streitbare wie selbstbewusste de Chirico radikal mit der Moderne, den Surrealisten und seiner Pittura metafisica und wendet sich für den Rest seines langen Lebens einer "barocken", klassizistisch akademischen Malerei - und dem Schreiben - zu.
Weitere Details
Erschienen: 01.05.2016
Umfang: 120 S., 40 Illustr., Farbtafeln
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.7 x 24.6 x 20 cm
ISBN/EAN: 9783829607568
Umbreit-Nr.: 8912724
