Die vertrackte Urteilsform
Ein Argument zur Frage der Rechtsgeltung mit und gegen Hans Kelsen, Gustav Radbruch und Carl Schmitt, Darmstädter Arbeiten zur Literaturwissenschaft und Philosophie 15
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Zusatztext
Rechtsgeltung ist eine Schlsselkategorie moderner Gesellschaften. Indem wir Handlungen auf geltendes Recht beziehen, unterscheiden wir gewaltsame Straftaten von legitimen Zwangsakten und die Willkrakte Einzelner von staatlichem Regierungshandeln. Rechtsgeltung wird dabei entweder naturrechtlich als bereinstimmung der Gesetze mit berpositivem Recht oder rechtspositivistisch durch Gliederung der Gesetze in ein vollstndiges und logisch konsistentes System gesetzter Normen bestimmt. Liza Mattutat rekonstruiert diese beiden Begrn-dungsfiguren der Naturrechtslehre und des Rechtspositivismus exemplarisch in Auseinander-setzung mit Gustav Radbruch und Hans Kelsen. Mit Carl Schmitt zeigt sie eine Schwachstelle auf, die beiden gemeinsam ist: Beide mssen das Rechtsurteil als reine Anwendung des Geset-zes fassen. Urteile knnen aber in der Praxis nicht allein aus allgemeinen Normen abgeleitet werden. So zeigt sich das Recht als grundstzlich offen fr nicht-juristische Motive und ist sogar auf Auerrechtliches angewiesen. Das Recht ist daher keine neutrale, sondern eine politische Form und die Rechtsverwirklichung keine technische, sondern eine politische Praxis. Warum das Recht trotzdem neutral und in seiner Anwendung unpolitisch zu sein scheint, macht die Autorin durch eine Analyse der Urteilsform deutlich.
Weitere Details
Erschienen: 07.03.2016
Umfang: 113 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1 x 21.2 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783828836990
Umbreit-Nr.: 9124563
