Phantasma Nation
Zigeuner' und Juden als Grenzfiguren des , Deutschen' (1770-1920)
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Zusatztext
Die Darstellung der ,Zigeuner' hat seit dem 17. Jahrhundert konstitutive Bedeutung für deutsche Selbstentwürfe. ,Zigeuner' fungieren als Gründungs-, Zukunfts- und Kunst-Figuren, sie legen in der deutschsprachigen Literatur oftmals das Phantasma der Homogenität offen, indem sie zugleich identisch, radikal different und beobachtendes Drittes sind. Brisant wird diese Position im Zuge der Arbeit an der ,deutschen Nation'. Von 1770 bis 1920 wird dem Spannungsverhältnis zwischen literarischen Texten von J. G. Herder und J. W. Goethe bis zu F. Kafka und publizistischen, wissenschaftlichen sowie polizeilichen Schriften nachgegangen, wobei Interferenzen mit der Darstellung der Juden ebenso berücksichtigt werden wie das Exklusionsregime, dem die als ,Zigeuner' Bezeichneten de facto unterlagen.
Autorenportrait
Iulia-Karin Patrut ist Privatdozentin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Trier und vertritt aktuell eine Professur für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Universität Paderborn. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: deutschsprachige Literatur des 18.-21. Jahrhunderts, kulturwissenschaftliche Theoriebildung, Interkulturalität, Postkoloniale und Gender Studien sowie Inklusion/Exklusion.
Weitere Details
Erschienen: 15.07.2014
Umfang: 560 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 4 x 23.5 x 15.4 cm
ISBN/EAN: 9783826053207
Umbreit-Nr.: 5938911
