Von der Eitelkeit der Einbildungskraft
Die ästhetische Sendung des jungen Goethe im Spiegel von Faust II, Epistemata - Literaturwissenschaft 703
€48.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Ausgehend von der Grundthese, daß Faust II ein weiterer Ort ist, wo Goethe eine Unterhaltung mit dem eigenen Ich früherer Jahre führt, beginnt die vorliegende Studie mit dem Versuch, besagtes Ich zu erschließen: Zuerst erfolgt eine Darstellung der Poetik des jungen Goethe und deren Bedeutung im Kontext des Aufgangs der abendländischen Subjektivität; anschließend wird die Ambivalenz dieses Ansatzes durch eine Analyse von Dichtung und Wahrheit betont; und dann werden die ehrgeizigen Ziele zur Sprache gebracht, die der junge Dichter an seine künstlerische Tätigkeit knüpfte, weshalb eine Beschäftigung mit Goethes Genie- Religion vorgenommen wird. In den letzten Kapiteln wird versucht, einige zentrale Textpartien aus Faust II im Zusammenhang mit Goethes Leben und Genie-Denken zu lesen. Es wird gezeigt, daß jene zeitliche Verschiebung Züge der Selbstkritik mit sich bringt, die das Verhältnis des Achtzigjährigen zum dichterischen Ebenbild prägt. Diese Selbstkritik gilt just dem Fundament, auf dem Goethe sein ganzes Dasein einst aufgebaut hatte: der vermeintlich erlösenden Kraft des eigenen Schöpfertums. Nach diesem Befund stellt also der alte Faust-Dichter die Panacea seiner Jugend in Frage, und um dies zu belegen, wird der Protagonist auf der Folie von Prometheus und Wilhelm Meister diskutiert.
Autorenportrait
Christian Sbrilli hat Philosophie, Altphilologie und Germanistik in Tallahassee (U.S.A.) und Berlin studiert.
Weitere Details
Erschienen: 15.09.2010
Umfang: 328 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEH
ISBN/EAN: 9783826043727
Umbreit-Nr.: 1148119
